Sturmschaden: Windrad geht in Flammen auf

Sturmschaden
Windrad geht in Flammen auf

Am Sonntag brannte im Bördekreis in Sachsen-Anhalt ein Windrad. Die Feuerwehrleute standen hilflos daneben und mussten zusehen, wie ein Millionenschaden entstand. Es ist nicht der erste Fall dieser Art.
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DüsseldorfEs sind atemberaubende Aufnahmen, die im Bördekreis in Sachsen-Anhalt entstanden sind. Ein Windrad steht in Flammen - und mehr als ein Dutzend Feuerwehrmänner stehen in voller Einsatzmontur hilflos davor.

Nun ermittelt die Polizei nach der Ursache des Brandes - nach Informationen des MDR werde als Grund für den Brand ein technischer Defekt vermutet. Möglicherweise habe sich wegen der Orkanböen der Generator überhitzt. Den Sachschaden schätzte die Polizei auf 1,2 Millionen Euro. Bei dem betroffenen Windrad dürfte es sich um eine V66/1650 des dänischen Herstellers Vestas handeln.

Der Maschinenraum sei vollständig ausgebrannt und ein Rotorblatt stürzte brennend in die Tiefe, berichtet die örtliche Feuerwehr. Brennende Teile seien mehrere hundert Meter weit geflogen. Der Fall zeigt, wie wenig beherrschbar Brände an Windrädern sind - zumal die Anlagen eine immer größere Höhe erreichen.

So sei die „Witterung und die Jahreszeit auf Seite der Feuerwehr“ gewesen, hieß es. „Hätte es im Sommer und vielleicht bei einem bestellten Getreideacker gebrannt, wäre ein Großbrand die Folge gewesen“, teilten die Einsatzkräfte mit.

Insgesamt zwölf Fahrzeuge und 50 Feuerwehrmänner waren vor Ort, doch sie mussten sich darauf beschränken, das Gebiet zu sichern und herabfallende Teile zu löschen. Bereits Mitte des Monats war ein Windrad in Sande im Landkreis Friesland in Brand geraten, wobei ein Schaden von drei bis vier Millionen Euro entstand. Auch hier konnte die örtliche Feuerwehr das Windrad nur kontrolliert abbrennen lassen – die Anlage war zu hoch, um den Brand mit einem Löschgerät zu erreichen.

Dana Heide ist Korrespondentin in Berlin.
Dana Heide
Handelsblatt / Korrespondentin

Kommentare zu " Sturmschaden: Windrad geht in Flammen auf"

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  • Na hier sind ja mal richtige experten an Bord!!! Mann sollte erstmal wissen warum so eine WKA in Brand gerät.Lieber das eine WKA abbrändt als ein Kohlekraftwerk oder nochbesser ein AKW, stellt sich nur die Frage was besser für die Umwelt ist?????Natürlich ist das nicht schön, aber in anderen Industriezweigen brändt es doch auch und da schreit keiner.Es scheint mir das die Leute hier lieber Atomstrom,Kohlekraftwerke oder noch besser Biogasablagen haben wollen. Na dann mal los Leute.

  • Nunja, ein Feuerchen ist eines Windrades ist weniger Gefährlich und verursacht weniger Schaden als ein AKW Unfall wie Fokushima, den immer noch niemand im Griff hat. Im ganzen Pazifik findet man die Radioaktivität, Grundwasser und LAnd einiger hunderttaussend Menschen ist verseucht. Und, wie gesagt, die japanischen Experten stehen seit Jahren genauso nasepopelnd daneben wie die Feuerwehrleute. Auch die Kohlekraft hat schon ohne Unfall geavierende Auswirkungen. In China ist SMOG, so dicht, das die Luft schon fast als Feststoff gilt. Der Einfluß auf die Lebenserwartung von Millionen Menschen wird dort auf eta -5,5 Jahre geschätzt. An regenerativen Energien führt kein Weg vorbei, wenn unsere Kinder halbswegs erträglich auf diesem Planeten leben können sollen. Und nicht nur wir. Trotzdem sollten diese Probleme mit Lagerschäden oder Bremsüberlastung technisch beherrschbar sein.

  • es gibt keine Subventionen, sondern eine vom EEG garantierte Einspeisevergütung für 20 Jahre; somit erhalten die Betreiber einer defekten Anlage von den Stromkunden auch keine weiteren Zahlungen.

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