Stuttgarter Sportwagenbauer
Porsche legt Pflichtangebot für Audi vor

Der Sportwagenbauer Porsche hat für die VW-Tochter Audi ein formales Pflichtangebot vorgelegt.

HB STUTTGART. Dieser Schritt sei gesetzlich vorgeschrieben, nachdem Porsche Mitte September seine Anteile an VW auf mehr als 35 Prozent aufgestockt habe und damit die Kontrolle bei Europas größtem Autobauer übernommen habe, teilte der Sportwagenbauer am Montag in Stuttgart mit. "Allerdings sieht Porsche Audi als integralen Bestandteil des Volkswagen-Konzerns und hat nicht die Absicht, Audi herauszulösen", betonte Porsche. Das Verhältnis zwischen Audi und Porsche spielt auch im Kampf um die Macht bei VW eine wichtige Rolle.

Porsche biete den Audi-Aktionären lediglich den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestpreis von 485,83 Euro je Aktie, teilten die Stuttgarter mit. VW habe bereits angekündigt, die Offerte für seine 99,14 Prozent Audi-Aktien nicht anzunehmen. Das Angebot richte sich deshalb nur an die restlichen rund 370 000 Audi-Aktien mit einem Gesamtwert von rund 180 Mill. Euro. Die Annahmefrist für das Pflichtangebot endet am 27. Oktober 2008.

Außerhalb dieses Pflichtangebots will Porsche eigenen Angaben zufolge keine Audi-Aktien kaufen. Der Sportwagenbauer habe Volkswagen außerdem angeboten, dem Unternehmen die im Rahmen der Pflichtofferte angebotenen Papiere weiterzuverkaufen.

Porsche hatte drei Jahre nach seinem Einstieg bei VW Mitte September seinen Anteil auf 35,14 Prozent aufgestockt und hat seitdem die faktische Mehrheit in der VW-Hauptversammlung. Bis spätestens Ende November wollen die Stuttgarter ihren Anteil auf mehr als 50 Prozent erhöhen.

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