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10.12.2007 

Bereits jetzt gilt das 1999 von Milner mitgegründete Unternehmen als eines der am schnellsten wachsenden Solarunternehmen. 2005 wies Q-Cells einen Umsatz von knapp 300 Mill. Euro aus, 2006 waren es bereits 540 Mill. Euro, und 2007 sollen es deutlich über 800 Mill. Euro werden. Dadurch ist Q-Cells der zweitgrößte Hersteller von Solarzellen nach dem Japaner Sharp. Die Umsatzprognosen für 2008 und 2009 hat der Vorstand gerade auf 1,2 und 1,7 Mrd. Euro erhöht. Dabei gilt Q-Cells mit Ebit-Margen von über 20 Prozent als Ertragsperle, was den Börsenwert auf inzwischen knapp sieben Mrd. Euro getrieben hat.

Als Hauptgrund für den Erfolg von Q-Cells sehen Analysten wie Stephan Droxner von der Landesbank Baden-Württemberg die gute Versorgung mit dem knappen Rohstoff Silizium. Erst gestern hat Q-Cells mit dem chinesischen Produzenten LDK Solar einen langfristigen Liefervertrag über 43 000 Tonnen für die Jahre 2009 bis 2018 abgeschlossen. „Wir haben langfristige Verträge sowohl beim Einkauf des Siliziums als auch beim Verkauf der Solarzellen und müssen daher nur wenig über die teuren Spotmärkte einkaufen“, sagt Milner.

Ein Ende der Siliziumknappheit erwartet Milner erst im zweiten Halbjahr 2009, wenn neue Fabriken den Markt mit Silizium beliefern. Dann werden aber auch die Preise fallen. „Es ist ganz klar, dass dann auch eine Konzentration kommen wird“, sagt Milner. „Deshalb muss man die Kosten gut managen.“

„Dann wird sich die Spreu vom Weizen trennen“, erwartet Analyst Droxner. „Q-Cells wird aber auf der Gewinnerseite sein, weil die Firma die Kosten schnell senkt und in neue Technologien investiert.“ So läuft in Thalheim derzeit die Fertigung der zukunftsträchtigen Dünnschicht-Technologie an, die für die Solarzellen wesentlich weniger Silizium benötigt. Außerdem baut Q-Cells über Partnerunternehmen seine Aktivitäten in anderen Produktionsstufen der Solarindustrie aus. Im nächsten Jahr steht auch der Börsengang des Joint Ventures Ever-Q an, bei dem Q-Cells mit einem Drittel beteiligt ist, auf der Agenda.

Milner hält es nicht für entscheidend, dass ein Solarunternehmen auf allen Stufen der Technologie vertreten ist, wie dies die Bonner Solarworld macht und wofür sie von vielen Analysten gelobt wird. „Es gibt zwischen den einzelnen Stufen wenig Synergien“, sagt der Q-Cells-Chef. „Wer voll integriert ist, kann die Margen der einzelnen Stufen besser ausgleichen, Spezialisten sind eher schwankungsanfällig.“ Aber auch Spezialisten hätten ihre Chancen.

Außerdem ist Q-Cells schon breit vertreten: An dem norwegischen Silizium-Hersteller REC hält die Firma eine Beteiligung von 17,2 Prozent und ist über andere Beteiligungen auch im Modulgeschäft aktiv. „Entscheidend ist das Management“, meint Milner. Und hier erhält Q-Cells bisher stets Bestnoten. „Q-Cells tickt wie ein Uhrwerk“, lobt Analyst Droxner.

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