Suche nach akzeptabler Verabreichungsform
Schering setzt Forschung an „Pille für den Mann“ allein fort

Die zum Bayer-Konzern gehörende Berliner Pharmafirma Schering will künftig ohne Partner eine "Pille für den Mann" entwickeln.

HB FRANKFURT. Mit dem Abschluss der Phase-II-Studie ende die Zusammenarbeit mit der US-Firma Organon, teilte Schering am Dienstag in Berlin mit. Schering wolle aber alleine weiter an Verhütungsmitteln für Männer forschen.

Die in der Studie getestete Darreichungsform - die Studienteilnehmer erhielten ein Implantat und zusätzlich Spritzen - sei für den Markt nicht geeignet. Nun forschten beide Unternehmen separat nach einer akzeptablen Form der Verabreichung, denn die Kombination der Hormone Testosteron und Gestagen sei als Verhütungsmittel für den Mann geeignet. Die "Pille" soll die Spermienproduktion unterdrücken.

Früheren Angaben von Schering zufolge wird die "Pille für den Mann" nicht vor dem Jahr 2010 auf den Markt gelangen. Die Technologie funktioniere zwar, Hürden für eine Vermarktung seien aber die hohen Sicherheitsanforderungen und die derzeit komplizierte Anwendung, bei der ein Implantat mit der Einnahme von Pillen kombiniert werde, hieß es im November 2005.

Schering und die zum Akzo-Nobel-Konzern gehörende US-Firma Organon forschten seit November 2002 gemeinsam. Im Januar 2004 war die Phase-II-Studie begonnen worden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%