Suche nach einem "Weißen Ritter"
Aventis-Aktionäre müssen sich nun entscheiden

Ab sofort ist es auch offiziell: Der französische Pharmakonzern Sanofi-Synthelabo wirbt mit dem Start der feindlichen Übernahmeofferte um die Gunst der Aktionäre von Aventis. Sie müssen nun entscheiden.

HB PARIS. Eine französische Zeitung berichtete, dass andere Wettbewerber auf den Plan treten könnten, um Aventis in einer freundlichen Transaktion zu übernehmen.

Als etwaige Weiße Ritter, mit denen das Aventis-Management in den vergangenen Wochen Kontakte geknüpft habe, nannte die Zeitung „Le Figaro“ den US-Konzern Johnson & Johnson (J&J) und die Schweizer Novartis. Unter einem Weißen Ritter wird im Finanzmarktjargon eine dritte Partei verstanden, die einem vor einer feindlichen Übernahme stehenden Unternehmen zu Hilfe kommt, indem sie eine attraktivere Gegenofferte vorlegt. Aventis und auch Novartis lehnten eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Sanofi hatte Ende Januar eine Übernahmeofferte im Wert von inzwischen 46,2 Milliarden Euro für den am Umsatz gemessen etwa doppelt so großen Konkurrenten vorgelegt. Das Management der erst 1999 aus der Fusion zwischen Rhone-Poulenc und Hoechst entstandenen Aventis hat die Offerte bereits mehrfach als zu niedrig zurückgewiesen.

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