Suche nach Investor
Peugeot sendet SOS

Der französische Autobauer Peugeot braucht Geld. Die Absatzkrise hat große Löcher in die Kasse der Franzosen gerissen. Als wahrscheinlicher Retter käme der US-Autobauer General Motors in Frage - nur der ziert sich.
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Paris/New YorkFrankreichs führendem Autohersteller Peugeot-Citroën (PSA) geht es offenbar noch schlechter als gedacht. Die anhaltende Krise hat die Franzosen finanziell in die Enge getrieben. Auf der Suche nach frischem Kapital ist auch der Einstieg eines ausländischen Investoren kein Tabu mehr. Vorher wollen die Franzosen den Kopf aber mit einer Kapitalerhöhung aus der Schlinge ziehen. Wie aus Unternehmenskreisen zu hören ist, wird dies aber wohl nicht vor Ende 2014 geschehen. Zunächst solle die laufende Sanierung abgeschlossen werden. Bis dahin gilt der Einstieg eines Investors als unwahrscheinlich - die Kapitalvernichtung wäre vorprogrammiert.

Eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters hatte am Donnerstag die französische Autobranche in Aufregung versetzt: Die Peugeot-Eigner, eine von nur drei verbleibenden europäischen Auto-Dynastien, wollen einen Zusammenschluss mit General Motors (GM) vorantreiben. Dafür sei die Familie sogar bereit, die Kontrolle an Europas zweitgrößtem Autobauer aufzugeben. Derzeit hält sie 25,4 Prozent der Anteile und 38,1 Prozent der Stimmrechte. Die GM-Führung reagiert öffentlich zurückhaltend auf die Avancen aus Frankreich. „Wir haben im Moment nicht die Absicht, zusätzliches Geld in PSA zu investieren“, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Die Amerikaner hatten im vergangenen Februar sieben Prozent der PSA-Anteile erworben.

PSA wird Ende Juli seine Halbjahreszahlen vorlegen. 2012 war der Umsatz um 3,1 Milliarden Euro auf 55,4 Milliarden eingebrochen, der weltweite Autoabsatz ging von rund 3,1 auf 2,82 Millionen Stück zurück. In den vergangenen Monaten war es dem Unternehmen aber trotz der extrem schlechten Absatzlage in Europa gelungen, den Cash-Abfluss des Autobereichs auf 100 Millionen Euro monatlich zu halbieren. Ende 2014 soll wieder ein positiver Cashflow erreicht sein.

Bis dahin verfügt das Unternehmen über ausreichende liquide Mittel. Anfang des Jahres hatte es eine Anleihe von einer Milliarde Euro platziert, außerdem stehen Kreditlinien zur Verfügung. Und die PSA-eigene Bank ist durch staatliche Garantien abgesichert. Solange keine Katastrophe geschieht, müsste PSA bis 2014 über die Runden kommen. Doch dann braucht das Unternehmen frisches Geld, um in neue Modelle und moderne Anlagen investieren zu können.

Und für private Investoren sind die Hürden für einen Einstieg hoch. Immer noch übt der französische Staat indirekt Einfluss auf den Konzern aus. Im Aufsichtsratsmitglied sitzt auch Louis Gallois, Ex-EADS-Chef und Kommissar für staatliche Investition. Um die Staatsgarantie für die PSA-Bank zu beenden und die Gruppe wieder völlig selbständig zu machen, müsste ein Investor viel Geld in die Hand nehmen.

Kommentare zu " Suche nach Investor: Peugeot sendet SOS"

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  • PSA stand noch bei über 60 in 05,als eine vergleichbare VW bei unter 40 stand.Heute hat sich VW vervierfacht unf PSA gezehntelt.
    So ändern sich die Zeiten.

  • Finger weg!
    Frankreich plant eine Fusion mit Opel und die "größere" PSA soll dann die Führung übernehmen. Bedeutet ähnlich bei Airbus, Zentrale in Frankreich, Strategie, Programme, R&D in Frankreich. Aus der Opel AG wird dann PSA-Opel Operations GmbH und man darf die Blechpressen laufen lassen. Hier und da mal ein eigenes Intereur "entwickeln".
    Die Politik soll aus jeglicher Franz.-Deutscher Firmenfusion die FINGER WEGLASSEN. Es hat sich immer der worst case bestätigt, PSA hat gegen EU-Recht 7 Mrd.€ vom Staat erhalten.
    Frankreichs Poltiker sind Egoisten!

  • Peugeot ist eine Totgeburt.
    Wer das noch nciht verstanden hat, für den wird es Zeit, die Regularien für Sozialhilfe zu studieren.
    Helfe dabei gerne,

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