Suche nach Quellen zur Tilgung der Steuerschulden
Yukos kratzt Gelder zusammen

Zur Tilgung von Steuerschulden in Milliardenhöhe will der angeschlagene russische Ölkonzern Yukos Aktien des einstigen Fusionspartners Sibneft und eigene Betriebe verkaufen.

HB MOSKAU. Ehemalige Inhaber von Sibneft-Papieren sollten 35 % der Aktien zurückerhalten und dafür drei Mrd. Dollar (2,5 Mrd Euro) zahlen und neun Prozent der Yukos-Aktien zurückgeben, bot der Yukos-Vorstand am Donnerstag nach Angaben der Agentur Interfax an. Diesem Handel müsste allerdings noch die russische Justiz zustimmen, die den Großteil des Yukos-Vermögens blockiert hält.

Zudem plane Yukos einen Verkauf von Strom-, Gas- und Absatzbetrieben im Gesamtwert von 1,5 Mrd. Dollar, wie die Moskauer Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ berichtete. Allerdings stehe die litauische Ölraffinerie Mazeikiu nafta nicht zum Verkauf, sagten Firmensprecher.

Theoretisch ist der auf 660 Mill. € geschätzte Anteil von 53,6 % an Mazeikiu nafta einer der wenigen Vermögenswerte, die Yukos frei verkaufen dürfte. Analysten rechneten nicht mit einer Freigabe anderer Vermögensteile. Das Yukos-Management wolle alles unternehmen, um einen Konkurs des Konzerns zu verhindern, sagte Vizepräsident Alexander Temerko.

Yukos ist rechtskräftig zu einer Steuernachzahlung von 2,8 Mrd. € für 2000 verurteilt worden. Für 2001 fordert die russische Justiz weitere 3,4 Mrd. €.

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