"Suchen nicht nach neuen Partnern"
Fiat bekräftigt GM-Partnerschaft

Fiat hat am Freitag Berichte zurückgewiesen, wonach der italienische Automobilkonzern auf der Suche nach neuen Partnern sei, die eine ähnliche Rolle wie General Motors übernehmen könnten. Fiat wolle sich nicht aus der Zusammenarbeit mit GM lösen und besonders die Kooperation mit seinem französischen Konkurrenten Peugeot Citroen ausweiten.

HB MAILAND. „Fiat und General Motors haben Verbindungen finanzieller und industrieller Art und es gibt keine vergleichbaren Gespräche mit anderen Autobauern“, teilte Fiat mit. GM, der weltgrößte Automobilkonzern, hält eine zehnprozentige Beteiligung an Fiats angeschlagener Automobilsparte. Ein Streit über eine Verkaufsoption, mit der Fiat GM zwingen kann, den Rest der Autosparte im Januar 2005 zu übernehmen, hatte die Zusammenarbeit belastet. Der italienischen Zeitung „La Repubblica“ zufolge wollen die Konzerne ihre Verbindung auf einem regulären Treffen am 14. Dezember lösen.

Auch Peugeot wies die Spekulationen über eine Kapitalverflechtung der beiden Unternehmen zurück. „Wir arbeiten mit Fiat seit langem zusammen. Das Arrangement hat sich als außerordentlich günstig erwiesen und wir werden damit fortfahren.“ Die beiden Unternehmen entwickeln und produzieren gemeinsam leichte Nutzfahrzeuge wie Kleintransporter.

Fiat-Manager hatten in der Vergangenheit immer wieder signalisiert, das Unternehmen könne neue Allianzen anstreben, um Kosten einzusparen. Fiat-Chef Sergio Marchionne hatte Fiats Verflechtungen mit GM als Hindernis für neue Allianzen bezeichnet. Nach einen Rekordverlust im Jahr 2002 will Fiat in diesem Jahr wieder Gewinne erwirtschaften. Die Autosparte soll nach dem Sanierungsplan 2006 wieder schwarze Zahlen schreiben.

Fiat-Aktien verloren am der Mailänder Börse um knapp ein Prozent auf 5,70 €. Peugeot-Papiere notierten ebenfalls knapp ein Prozent im Minus bei 46,16 €. Der DJ-Index für europäische Auto-Werte gab um etwas mehr als ein halbes Prozent nach.

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