Südafrika
Unruhen im Platin-Bergbau weiten sich aus

Nach der Erschießung von über 30 streikenden Bergleuten weiten sich die Unruhen in Südafrika weiter aus. Es kam dabei zu den massivsten Einsatz der Polizei seit dem Ende der Apartheid.
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RustenburgIm südafrikanischen Platin-Bergbau weiten sich die Unruhen nach der Erschießung von 34 streikenden Bergleuten aus. Der Weltmarktführer Anglo American Platinum teilte am Mittwoch mit, er habe eine Lohnforderung seiner Beschäftigten in Südafrika erhalten. Konkurrent Royal Bafokeng Platinum erklärte, in seiner Zeche Rasimone hindere ein Teil der Belegschaft Arbeiter am Einfahren. Der von Gewalttätigkeiten begleitete Arbeitskampf hatte vergangene Woche in einer Grube des Lonmin-Konzerns begonnen.

Hintergrund der Unruhen ist ein Konflikt zwischen der alteingesessenen Bergbau-Gewerkschaft NUM und ihrer militanten Abspaltung AMCU. Beim massivsten Einsatz seit dem Ende der Herrschaft der weißen Minderheit 1994 erschoss die Polizei vorige Woche 34 streikende Arbeiter. Zuvor waren bei Auseinandersetzungen zehn Menschen getötet worden.

Die Arbeitskämpfe treiben den Platin-Preis in den Höhe. Mit 1524,50 Dollar notierte die Feinunze im Handelsverlauf 1,6 Prozent höher. Damit ist Platin, das in der Automobilindustrie für die Herstellung von Katalysatoren benutzt wird, so teuer wie seit Anfang Mai nicht mehr. In Südafrika liegen 80 Prozent der bekannten Vorräte des Edelmetalls.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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