
SeoulDas Eurofighter-Konsortium bewirbt sich um einen Milliarden-Auftrag aus Südkorea für 60 neue Kampfflieger. Neben den Europäern hätten auch die beiden amerikanischen Unternehmen Lockheed Martin und Boeing offizielle Angebote abgegeben, hieß es auf der Website der koreanischen Behörde für Rüstungsbeschaffung (DAPA).
Der Gewinner der Ausschreibung solle im Oktober verkündet und der Liefervertrag bis Ende des Jahres unterzeichnet werden, berichtete die Zeitung „The Korea Times“ (Dienstag) unter Berufung auf DAPA-Kommissar No Dae Lae. Der Auftragswert liegt bei rund acht Billionen Won (etwa 5,5 Mrd Euro).
Das europäische Konsortium, an dem der Flugzeug- und Rüstungskonzern EADS beteiligt ist, will den Eurofighter Typhoon verkaufen, während Boeing mit der F-15 Silent Eagle und Lockheed Martin mit der F-35 Lightning II ins Rennen geht.
Die neuen Kampfjets sollen zwischen 2016 und 2020 in den Dienst gestellt werden. Süd- und Nordkorea befinden sich völkerrechtlich noch im Kriegszustand, da seit dem Ende des Korea-Kriegs (1950-53) noch immer kein Friedensvertrag zwischen den Kriegsparteien geschlossen wurde.

Im Bild ist nicht der Eurofighter, sondern die französische Rafale zu sehen
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