Südkorea greift im Abgasskandal durch Millionen-Bußgelder gegen BMW, Mercedes und Porsche

Millionenstrafen für deutsche Autobauer in Südkorea: Die Regierung des asiatischen Landes bestraft BMW, Mercedes und Porsche wegen Verstößen gegen Abgasregeln. Am meisten muss BMW zahlen.
Update: 10.11.2017 - 11:40 Uhr Kommentieren
Verstöße gegen Abgasregeln in Südkorea kommen den Münchner Autobauer teuer zu stehen. Quelle: Reuters
BMW

Verstöße gegen Abgasregeln in Südkorea kommen den Münchner Autobauer teuer zu stehen.

(Foto: Reuters)

SeoulSüdkoreas Umweltministerium will gegen die Autobauer BMW, Daimler und Porsche wegen Verstößen gegen Emissionsvorschriften Strafgelder von insgesamt 70,3 Milliarden Won (54,3 Millionen Euro) verhängen. Den größten Teil solle BMW mit 60,8 Milliarden Won zahlen, wie das Ministerium am Donnerstag mitteilte. Es wirft BMW vor, in Unterlagen über Abgastests bei mehr als 81.000 Autos falsche Angaben gemacht zu haben.

Es gehe um 28 Modelle, die in dem Land zwischen 2012 und 2015 verkauft worden seien. Die Zertifikate für die Kraftstoffeffizienz sollen Mitte dieses Monats wieder eingezogen werden.

Zudem sollen die deutschen Unternehmen Änderungen, die bei der Abgasreinigung vorgenommen wurden, nicht vorschriftsmäßig vor dem Verkauf der Autos dokumentiert haben. So habe BMW zwischen 2013 und 2016 etwa 8000 Fahrzeuge mit Teilen für die Abgaskontrolle importiert und verkauft, die nicht genehmigt worden seien, hieß es.

Die größten Verlierer im europäischen Automarkt
Platz 10 - Land Rover
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Mehrere Jahre haben die britischen Geländewagen ein beispielloses Wachstum hingelegt. Im Oktober stehen die Briten auf der Bremse. Mit rund 14.300 verkauften Fahrzeugen sank der Absatz um 2,4 Prozent. Auch im Gesamtjahr hat sich der Absatz negativ entwickelt.

Platz 9 - Opel
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Die Rüsselsheimer haben den harten Absatzrückgang im Oktober ein wenig bremsen können. Mit rund 66.900 verkauften Fahrzeugen landet Opel 3,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Seit Jahresbeginn ist der Absatz um 3,8 Prozent gesunken.

Platz 8 - Volvo
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Die Schweden erlauben sich im Oktober eine kurze Schwächeperiode. Der Absatz in der EU sank um 3,7 Prozent auf 23.200 Fahrzeuge. Das kann die Marke verkraften. Im Gesamtjahr ist Absatz immer noch um 4,8 Prozent gestiegen.

Platz 7 - Smart
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Auch der erfolgsverwöhnte Daimler-Konzern hat ein Problemkind. Der kleine Smart ist ein Ladenhüter. Mit rund 8.900 verkauften Fahrzeugen im Oktober ging der Absatz um 4,2 Prozent zurück. Auch die Jahresbilanz ist mit einem Minus von 6,4 Prozent deutlich negativ.

Platz 6 - Nissan
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Der Verkaufs- und Marketingchef von Nissan, Daniele Schillaci, muss wohl auch erkennen, dass der Oktober in der EU nicht sonderlich erfolgreich war. 37.200 verkaufte Fahrzeuge sind ein Minus von 4,9 Prozent. Im Gesamtjahr hat sich der Absatz der Japaner trotzdem positiv entwickelt.

Platz 5 - Honda
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Wenn die Japaner in Europa Autos verkaufen, dann in Großbritannien. Mit dem Markt brechen auch die Honda-Verkäufe im September um 6,9 Prozent auf rund 9.000 Fahrzeuge ein. Auch im Gesamtjahr ist der Absatzrückgang mit insgesamt 12,3 Prozent höher als bei anderen Marken.

Platz 4 - BMW
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„Number One Next“ hat BMW-Chef Harald Krüger sein Zukunftsprogramm getauft. Davon ist man beim Absatz in der EU weit entfernt. Keine Marke hat im Oktober in absoluten Zahlen eine so starken Rückgang hinnehmen müssen wie BMW. Der Absatz sank um 9,5 Prozent auf 71.500 Fahrzeuge.

Der Münchner Konzern teilte hierzu mit, dass man in Südkorea den Verkauf von sieben Modellvarianten freiwillig aussetze. Grund dafür seien „Unregelmäßigkeiten bei Zulassungsdokumenten“ - es gehe nicht um Probleme bei der Technik selbst, und das Thema sei auf Südkorea beschränkt.

Daimler muss mit einem Bußgeld von 7,8 Milliarden Won rechnen. Dabei geht es um 21 Modelle und mehr als 8200 Autos der Kernmarke Mercedes-Benz mit angeblich nicht zugelassenen Teilen. Bei Porsche drehen sich die Vorwürfe um 787 Autos, das Unternehmen soll 1,7 Milliarden Won zahlen.

Nach Angaben des Verbands der koreanischen Auto-Importeure und Händler (KAIDA) lag Mercedes-Benz bei den Anmeldungen importierter Autos in den ersten neun Monaten 2017 mit über 54.000 Fahrzeugen deutlich vorn. Dahinter kam BMW mit 41.590 Registrierungen vor der Toyota-Marke Lexus mit 9275.

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