Südkoreanischer Autohersteller steigert Quartalsgewinn
Hyundai will die Produktion in China und Indien ausbauen

Der größte südkoreanische Autobauer Hyundai Motor legt bei seiner globalen Expansion auch beim Gewinn zu. Im ersten Quartal stieg der Nettogewinn der Hyundai Motor Company um 14 Prozent auf 394 Millionen Euro (knapp 510 Mrd. Won).

bas SEOUL. Dafür waren vor allem die Auslandstöchter in Indien und China verantwortlich. Auf operativer Ebene – ohne die Auslandstöchter – sank Hyundais Gewinn um satte 30 Prozent auf knapp 250 Mill. Euro.

Vor allem der schwache Dollarkurs zum Won und die hohen Materialkosten haben das Ergebnis belastet. Die jüngsten Quartalsergebnisse dürften Hyundai Motor in seiner Strategie bestärken, möglichst rasch die Produktionsstätten in Übersee zu erweitern. So dürfte der Start der Produktion im ersten US-Werk im Mai den Wechselkursdruck etwas mildern. Rund zwei Drittel des Hyundai-Exports werden derzeit in Dollar abgerechnet.

Das Unternehmen erweitert zudem seine Kapazitäten in China und Indien und erwägt eine Ausweitung in Europa. Das Schwesterunternehmen Kia Motors Corp. baut in Slowenien ein Werk, in dem auch Hyundais produziert werden könnten.

„Auf vielen Märkten können wir die Nachfrage nicht befriedigen", sagte Hyundais Vizepräsident Kim Jae Il gestern auf der Seoul Motor Show. Im ersten Quartal steigerten die Koreaner den Absatz um fast ein Fünftel auf mehr als 583 000 Autos. Wegen des höheren Wonkurses sank der in Won fakturierte Absatz nur marginal auf knapp 6,2 Bill. Won (rund 4,8 Mrd. Euro). In diesem Jahr will Hyundai – ohne Kia-Autos – mehr als 2, 4 Mill. Fahrzeuge absetzen.

Bis 2010 will Hyundai zusammen mit Tochter Kia zu den fünf größten Autobauern der Welt mit einer Produktion von fünf Millionen Fahrzeugen aufsteigen. 2010 wolle man auch ganz vorne bei der Qualität mitspielen, auf gleicher Ebene wie Toyota stehen, sagte der für Strategie verantwortliche Kim Young-Il. Mit den chinesischen und indischen Autobauern im Nacken klettert Volumenhersteller Hyundai derzeit rapide die Qualitätsleiter hoch.

Entspannung erwartet Hyundai auf dem schwachen Heimatmarkt, auf dem das Unternehmen gut 48 Prozent Marktanteil hält. Kia kommt auf weitere 24 Prozent. Wegen massiver Überschuldung vieler Privathaushalte ist die Kreditvergabe in Korea sehr restriktiv geworden, der Autoabsatz sackte in den Keller. Im ersten Quartal setzte Hyundai sechs Prozent weniger Autos zu Hause ab. Umso stärker legten die Koreaner mit 28 Prozent im Ausland zu. Auch in Deutschland steigern die Koreaner ihren Absatz massiv.

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