Südzucker-Chef
Heer rechnet nicht mit Ende der Zuckerquote

Die EU-Zuckerquote soll auslaufen, mit der Produzenten bislang kräftig verdienten. Das Ende könnte Europas größten Hersteller Südzucker enorme Probleme bereiten - der allerdings glaubt an ein Bestehen der Quote.
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Europas größter Zuckerhersteller Südzucker rechnet nicht mit einer Abschaffung der Zuckerproduktionsquoten durch die EU. "Wir gehen davon aus, dass sich nichts ändert", sagte Konzernchef Wolfgang Heer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die EU-Kommission werde sich mit ihren Plänen zum Kippen der Zuckerverordnung, die den Herstellern bestimmte Mengen und Preise garantiert, nicht durchsetzen können.

"Die Kommission hat sich zwar für ein Ende der Quote ausgesprochen, das Parlament und wichtige Agrarminister, darunter die von Deutschland und Frankreich, haben aber schon signalisiert, dass sie an der Regelung festhalten wollen."

Die gegenwärtigen EU-Zuckerquoten laufen 2015 aus. "Wenn die Quotenregelung fällt, dann fällt auch die Planungssicherheit. Ohne Planungssicherheit aber baut kein Landwirt mehr Rüben an", folgerte Heer. Dank des derzeit hohen Zuckerpreises hatte Südzucker im Geschäftsjahr 2011/2012 neue Rekordwerte bei Ergebnis und Umsatz erzielt.

Im laufenden Geschäftsjahr will Südzucker diese Marken nochmals übertreffen. Südzucker erwarte einen leichten Umsatzanstieg auf mehr als 7 Milliarden Euro und eine Ergebnissteigerung auf mehr als 800 Millionen Euro, bekräftigte Heer die Prognosen. Die Lebensmittelindustrie klagt allerdings über die hohen Zuckerpreise.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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