Süßigkeiten
Schokolade versüßt die Gewinne

Briten und Deutsche sind im westeuropäischen Vergleich die größten Leckermäuler. Von den gut 38 Milliarden Euro, die im vergangenen Jahr in den Benelux-Ländern, dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Italien, Frankreich und Spanien mit Süßigkeiten insgesamt umgesetzt wurden, stammt mehr als ein Viertel aus deutschen Portemonnaies.

ZÜRICH. Die Briten sind in ihrem Heißhunger auf Süßes aber nicht zu überbieten, sie sind sogar für 28 Prozent des Süßwarenumsatzes in Westeuropa verantwortlich. Diese Zahlen der wichtigsten Absatzmärkte veröffentlichte der Süßwarenhandelsverband Sweets Global Network gestern auf der Auftaktpressekonferenz zur Internationalen Süßwarenmesse (ISM) in Köln. Nach dieser aktuellen Untersuchung über die Verteilung der Süßwarenumsätze liegt Schokolade in der Beliebtheit der Verbraucher eindeutig auf Rang eins - vor Zuckerwaren und Süßgebäck.

Davon profitierten auch die Schweizer Schokoladenproduzenten Lindt & Sprüngli und Barry Callebaut, denn beide verfügen über eine starke Position im Export.

Der Schweizer Edelschokoladen-Hersteller Lindt&Sprüngli hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 13,9 Prozent auf 2,94 Mrd. Franken (knapp zwei Mrd. Euro) gesteigert. Der Konzern wuchs damit zum vierten Mal in Folge zweistellig und liegt damit deutlich über dem Marktdurchschnitt.

Vor allem im wichtigen nordamerikanischen Markt habe man zugelegt, teilte das Unternehmen gestern mit. Lindt profitiert von seiner klaren Positionierung im oberen Bereich, wo der Preis nicht die entscheidende Rolle spielt. Die massive Erhöhung der Rohstoffpreise - Kakao, Kakaobutter, Milch und Nüsse - sowie der Energie- und Transportkosten sollte sich aufgrund Effizienzsteigerungen und einer optimalen Einkaufspolitik nicht negativ auf das Jahresergebnis auswirken, hofft das Unternehmen.

Der Konzern geht deshalb von einer Steigerung der operativen Gewinnmarge (Ebit) in der Größenordnung der bisher prognostizierten 20 bis 40 Basispunkte aus. Die Zahlen von Lindt & Sprüngli entsprachen den Analysten-Erwartungen. Der Titel sackte an der schwachen Börse dennoch zeitweise um mehr als vier Prozent ab.

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