Süßigkeitenhersteller
Halloren erweitert Produktion

Halloren ist trotz Krise weiter auf dem Vormarsch: Der Süßigkeitenhersteller aus Halle baut seine Produktion aus und exportiert bald 40 Tonnen Süßes in die USA. Halloren ist zum Vorzeigeunternehmen aus Ostedeutschland geworden.

HB HALLE. Die börsennotierte Halloren Schokoladenfabrik will ihre Produktion ausbauen und den Export erweitern. „Wir haben jetzt einen Auftrag über die Lieferung von rund 40 Tonnen Schokoladenprodukten in die USA unter Dach und Fach“, sagte Vorstandsvorsitzender Klaus Lellé in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Von den Investitionen in Höhe von zwei Mio. Euro ist eine Million Euro für den Standort Delitzsch vorgesehen. Dort werden wir mit einer neuen Anlage gefüllte Krustenpralinen herstellen.“ Im September sollen die ersten Erzeugnisse ausgeliefert werden. Rund eine Million Euro werde in den Verpackungsbereich in Halle und im Werk Cremlingen (Niedersachsen) investiert.

Zu dem 40-Tonnen-Export in die USA zählten Pralinen, die dort in Geschäften eines deutschen Lebensmitteldiscounters angeboten werden, sagte der Vorstandsvorsitzende. „Unser Exportgeschäft hat einen Anteil von 30 Prozent in Delitzsch, in Halle sind es rund fünf Prozent“. Ziel sei es, dies weiter auszubauen. „Wir merken eine sehr hohe Bereitschaft von Importeuren, Produkte von uns zu kaufen“, sagte Lellé. Er verwies auf Anfragen aus osteuropäischen Ländern.

Mit Blick auf das laufende Geschäft sagte Lellé: „Wir bewegen uns im Rahmen unserer Erwartungen, was unsere Umsatz- und Ertragsziele betrifft, wir sind nach wie vor sehr zuversichtlich, dass wir unsere Ziele schaffen werden.“ So will die Halloren-Gruppe trotz Turbulenzen auf den Rohstoffmärkten ihren Umsatz 2009 um 42 Prozent auf 54 Mio. Euro im Vergleich zu 2008 steigern. Beim Ertrag soll das Vorsteuerergebnis von 2,3 Mio. Euro gehalten werden.

Die Übernahme des Delitzscher Werkes im Herbst 2008 sei ein Glücksfall für Halloren gewesen. „Wir sind nun in der Lage, alle Preissegmente zu bedienen“, sagte Lellé. „Der Verbraucher ist sensibler geworden und schaut auf den Preis, günstige Schokolade und Pralinen sind gefragt.“ Die Halloren Schokoladenfabrik AG ist nach eigenen Angaben mit mehr als 200 Jahren Firmengeschichte die älteste produzierende Schokoladenfabrik in Deutschland. Die Firma hat in Halle, im sächsischen Delitzsch und in Cremlingen rund 500 Mitarbeiter. 2008 hatte die Halloren-Gruppe einen Umsatz von 38,17 Mio. Euro erzielt, 27 Prozent mehr als 2007.

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