Suzuki-Werk
Produktionsstopp nach Gewalt in Autofabrik

Eine Betriebsversammlung in einem Suzuki-Werk bei Neu Delhi hat ein tragisches Ende genommen: Bei Ausschreitungen kam ein Mensch ums Leben, mindestens 90 weitere wurden verletzt.
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Neu DelhiNach schweren Ausschreitungen in einer Fabrik des indisch-japanischen Autobauers Maruti Suzuki in der Nähe von Neu Delhi ist die Produktion vorübergehend eingestellt worden. Wie ein Polizeisprecher am Donnerstag mitteilte, wurden zudem mehr als 80 Arbeiter festgenommen. Ihnen werde vorgeworfen, am Mittwochabend an Gewalttaten in dem Werk in der Industriestadt Gurgaon beteiligt gewesen zu sein.

Bei den Ausschreitungen war nach Angaben des Unternehmens ein Mitarbeiter getötet worden. Die Person sei verbrannt und habe bislang nicht identifiziert werden können. Mindestens 90 weitere Menschen seien mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden, darunter auch mehrere Japaner. Bei den meisten Opfer handele es sich um Büroangestellte und Mitarbeiter des Managements.

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, war die Situation bei einer Betriebsversammlung eskaliert. Während der Diskussion seien Arbeiter auf Manager losgegangen und hätten Einrichtungsgegenstände in Brand gesetzt. Ein Gewerkschafter erklärte dagegen, die Arbeiter hätten friedlich gegen die Entlassung von Kollegen protestiert, als sie von angeheuerten Schlägern angegriffen worden seien.

Maruti Suzuki ist in Indien mit knapp 50 Prozent Marktanteil führend beim Verkauf von Personenwagen. Der japanische Autobauer Suzuki Motors ist mit 54 Prozent an dem Joint Venture beteiligt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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