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Swatch-Gruppe: Die Luxusbranche hat ein Luxusproblem

Die Schweizer Swatch-Gruppe, die vor allem durch Luxusuhren stark gewachsen ist, spürt bislang noch keine direkten Auswirkungen der Finanzkrise in den USA. Sollten die Amerikaner weniger Schmuck und Uhren kaufen als bisher, wird das Wachstum aller Voraussicht nach von einem hohen auf ein mittleres Niveau sinken.

GENF. Allenfalls einige US-Händler könnten unter Druck geraten und ihre Lager nicht weiter aufbauen, sagte Swatchgruppen-Chef Nick Hayek am Rande einer Veranstaltung in Genf dem Handelsblatt. Der Konzern erwirtschaftete im vergangenen Jahr rund sieben Prozent seines Umsatzes von rund vier Mrd. Euro in den USA. Falls es dort zu einem Rückgang komme, könne Swatch das durch Steigerungen in Europa und Asien mehr als ausgleichen.

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"Amerika hat sich bereits auf vielen Feldern ins Abseits gespielt", sagte Hayek. Die Auswirkungen der Kreditkrise in den USA hat das Weihnachtsgeschäft im dortigen Einzelhandel auf ein mageres Plus von 2,1 Prozent gedrückt.

Das Wachstum der Luxusanbieter verringerte sich nach Angaben des International Council of Shopping Center von 6,7 Prozent im Vorjahr leicht auf 6,5 Prozent. Daneben werden aber immer mehr Schwellenländer für die Luxusgüterhersteller interessant. "Der Schwellenwert einer Volkswirtschaft, von dem an Luxusgüter in großem Stil gekauft werden, liegt bei einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von rund 7 000 Dollar", sagt Luxusgüterexperte Yasuhiro Yamaguchi von der Schweizer Großbank UBS. Überschreite eine Gesellschaft diese Grenze, sei mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum für den Luxusmarkt zwischen 20 und 40 Prozent zu rechnen. Einzelne osteuropäische und asiatische Staaten werden diese Schwelle bald überspringen. Noch entfielen gerade einmal zehn Prozent aller Umsätze der Luxusgüterindustrie auf diese Staaten. "Dieser Anteil wird sich bis 2010 auf 20 Prozent verdoppeln", erwartet der Analyst.

Angesichts der Zahlen und Einschätzungen von Branchenexperten klingt Hayeks Prognose dennoch optimistisch. So hatte der US-Juwelier Tiffany diesen Monat seine Prognose für das laufende Quartal gesenkt, nachdem er ein enttäuschendes Weihnachtsgeschäft verzeichnet hatte. Die Swatch-Gruppe hatte Ende vergangenen Jahres mit Tiffany eine Übereinkunft erzielt, wonach beide gemeinsam die Entwicklung, die Produktion und den Verkauf von Tiffany-Uhren voran bringen wollen. Zum Swatch-Konzern gehören bisher Marken wie Breguet, Glashütte, Blancpain und Omega.

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