Symrise
Aromenhersteller geht zuversichtlich ins Jahr

Deutlich schneller als der Markt will Aromenhersteller Symrise in diesem Jahr wachsen. Bereits 2016 kletterte der Umsatz um 12 Prozent. Investoren überzeugte die Bilanz allerdings nicht.
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HolzmindenDer Duft- und Aromenhersteller Symrise wird von einem starken Geschäft mit Menthol und Duftstoffen sowie Aromen für Süßwaren und Getränke beflügelt. Nach einem Rekordergebnis 2016 zeigt sich der Vorstand auch für dieses Jahr zuversichtlich. „Unser Anspruch ist es und bleibt es, eines der am schnellsten wachsenden und profitabelsten Unternehmen unserer Branche zu sein“, sagte Vorstandschef Heinz-Jürgen Bertram am Dienstag in Frankfurt. Gleichwohl werde 2017 ein „anspruchsvolles Jahr“; Gegenwind komme von den aktuellen politischen Konflikten jedoch nicht aus dem eigenen Geschäft. „Deshalb sind wir erstmal vorsichtig beim Ausblick an manchen Stellen.“

Für 2017 rechnet der Vorstand mit einer operativen Rendite (Ebitda-Marge), die mit rund 20 Prozent leicht unter dem Vorjahresniveau von 21,5 Prozent liegen soll. Die Niedersachsen wollen aber weiter deutlich stärker wachsen als der weltweite Markt für Duftstoffe und Aromen, für den ein Zuwachs von etwa drei Prozent unterstellt wird.

Symrise-Aktien verbilligten sich zeitweilig um mehr als zwei Prozent und gehörten zu den größten Verlierern im Nebenwertindex MDax. Analysten hatten dem Unternehmen eine etwas höhere Rendite zugetraut. Börsianer verwiesen aber darauf, dass Symrise für seine vorsichtigen Prognosen bekannt sei. Auch vor einem Jahr hatte Bertram schon eine operative Umsatzrendite von rund 20 Prozent angekündigt und dieses Ziel im Jahresverlauf auf mehr als 20 Prozent erhöht. „Sich zu einem solchen frühen Zeitpunkt aus dem Jahr aus dem Fenster zu lehnen wäre vermessen,“ sagte er.

Das erste Quartal verlaufe bislang wie geplant. Kräftiges Wachstum verspricht er sich in diesem Jahr vor allem vom Geschäft mit Zusatzstoffen für Tiernahrung und Lebensmittel sowie kosmetischen Wirkstoffen.

Im vergangenen Jahr erhöhte sich der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) von Symrise um neun Prozent auf gut 625 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um zwölf Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Dabei kam dem Unternehmen auch der Zukauf der US-Spezialchemiefirma Pinova zu Gute, aus eigener Kraft wuchs der Konzern um acht Prozent.

Symrise profitierte zudem von einem kräftigen Wachstum in Latein- und Nordamerika. Unter dem Strich verdienten die Holzmindener knapp 253 Millionen Euro, ein Plus von gut zwei Prozent. Die Aktionäre sollen eine fünf Cent höhere Dividende von 85 Cent je Aktie erhalten.

Symrise deckt mit rund 30.000 Produkten das ganze Feld der Riech- und Geschmacksstoffe ab: Ob der Mint-Geschmack der Zahnpasta, der Zitrusgeruch des Haushaltsreinigers oder die Vanille im Vanillezucker – in unzähligen Alltagsprodukten steckt eine Note Symrise. Das Unternehmen ist nach Marktführer Givaudan die weltweite Nummer zwei unter den Duft- und Aromenherstellern, gleichauf mit IFF aus den USA und der Schweizer Firmenich.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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