Syngenta
Pilzbekämpfungsmittel federt Gewinnrückgang ab

Der Preisdruck und die schwache Anbausaison in Nordamerika machen Syngenta zu schaffen. Doch der Schweizer Agrochemiekonzern steckt die Probleme offenbar besser weg als gedacht. Ein geglückter Marktstart hat geholfen.
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ZürichDer Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta hat den Preisdruck und eine schwache Anbausaison in Nordamerika besser weggesteckt als befürchtet. Geholfen hat dem Unternehmen der gute Marktstart des Pilzbekämpfungsmittel Elatus in Lateinamerika. Zudem ist Syngenta in den Schwellenländern zweistellig gewachsen.

2014 sank der Gewinn insgesamt um zwei Prozent auf 1,62 Milliarden Dollar, wie der weltgrößte Hersteller von Pflanzenschutzmitteln mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen deutlich stärkeren Rückgang auf 1,58 Milliarden Dollar Gewinn erwartet. Wetterkapriolen in Nordamerika und ein Rückzug aus margenschwachen Geschäften drückten auf das Ergebnis. Der Umsatz wuchs um drei Prozent auf 15,13 Milliarden Dollar, Analysten hatten mit 15,07 Milliarden Dollar gerechnet. Die Dividende will Syngenta um einen Franken auf elf Franken anheben. Die Syngenta-Aktien führten am Morgen mit einem Plus von knapp drei Prozent die Gewinnerliste des Schweizer Leitindex an.

Die Franken-Aufwertung bereitet dem Konzern keine Bauchschmerzen. Gegen die negativen Auswirkungen daraus ist der Konzern nach den Worten von Finanzchef John Ramsay in diesem Jahr abgesichert. „Die Auswirkungen werden im Jahresvergleich also nicht so groß sein“, sagte er am Mittwoch zu Reuters. Im Jahr 2016 sollten dann aus heutiger Sicht die Vorteile des niedrigen Ölpreises die Belastung durch den starken Franken überwiegen. Syngenta prüfe alle Optionen, um seine Kostenbasis in der Schweiz zu reduzieren, erklärte Ramsey weiter. Derzeit gebe es aber keine Sparpläne über das hinausgehend, was der Konzern bislang angekündigt habe.

Syngenta will rund 1800 Stellen der mehr als 28.000 Arbeitsplätze streichen oder verlagern, um das bis 2018 angepeilte Sparziel von einer Milliarde Dollar zu erreichen. Nach einem Gewinneinbruch im Jahr 2013 war Syngenta-Chef Mike Mack auf die Kostenbremse gestiegen.

Dieses Jahr rechnet die Firma mit einem Betriebsgewinn (Ebitda) nach Währungseinflüssen etwa auf dem Niveau des Vorjahres von 2,9 Milliarden Dollar. Im Jahr 2018 peilt der Konzern weiterhin 24 bis 26 Prozent Marge an. Im Vorjahr waren es 19,3 Prozent. Seinen Aktionären stellte der Konzern zudem weiter steigende Dividenden in Aussicht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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