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Tabak-Industrie: Nikotinrausch in Asien

In der westlichen Welt gilt rauchen als verpönt. Der Zigaretten-Absatz sinkt. Nicht so in Asien. In Fernost steigen die Absätze. Wenn China in einigen Jahren seinen Markt öffnet, steigt die Nikotin-Bonanza.

Die Schmacht wächst: Zigaretten auf einem Fließband bei British American Tobacco in Bayreuth. Quelle: dpa
Die Schmacht wächst: Zigaretten auf einem Fließband bei British American Tobacco in Bayreuth. Quelle: dpa

HamburgSteigende Steuern in Europa, Schockfotos von schwarzen Lungen auf Zigarettenschachteln in den USA, rauchfreie Pubs in Irland, Werbeverbote in Australien: Seit vielen Jahren machen die Regierungen der Tabakindustrie das Leben schwer. Infolge der Gängelung müssten die Konzerne am Stock gehen – sollte man meinen. Aber das Gegenteil ist der Fall: Sie verdienen blendend – und wachsen immer noch zügig. Die Raucher lassen sich von steigenden Preisen eben nicht abschrecken. Vor allem aber profitiert die Branche vom weltweiten Bevölkerungswachstum und legt insbesondere in Asien deutlich zu.

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Der deutsche Hersteller Reemtsma knackte mit seinem Umsatz im Geschäftsjahr 2011 zum ersten Mal die Milliardengrenze, wie die Tochter des britischen Konzerns Imperial Tobacco gestern mitteilte. Der Vorsteuergewinn erreichte satte 532 Millionen Euro – an jedem Euro, den Reemtsma umsetzt, verdient das Unternehmen vor Steuern also mehr als 50 Cent. Das schaffen in anderen Branchen nur ganz wenige Unternehmen. Weltmarktführer Philip Morris International ist ähnlich profitabel und konnte den Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres um zehn Prozent auf 23,4 Milliarden Dollar steigern, der Gewinn legte um 16 Prozent zu. Der Aktienkurs der Nummer zwei, British American Tobacco (BAT), hat sich in den vergangenen zehn Jahren verfünffacht.

Es ist nicht so, dass die Steuererhöhungen, Werbe- und Rauchverbote keine Wirkung zeigten: Der Anteil der Raucher an der Gesamtbevölkerung geht weltweit zurück, zudem greift der Durchschnittsraucher seltener zur Zigarette. Aber absolut steigt die Zahl der Tabakkunden dennoch an, weil das Bevölkerungswachstum die anderen Effekte mehr als ausgleicht. Seit Montag beherbergt die Erde sieben Milliarden Menschen, bis zum Jahr 2050 sagen die Demografen einen Anstieg auf neun Milliarden voraus.

Dass sich die Konzerne so gut behaupten können, hat noch einen weiteren Grund: Die Hersteller erhöhen seit Jahren kräftig die Preise, die meisten Raucher qualmen trotzdem weiter. Studien zufolge sinkt der Konsum nur um vier Prozent, wenn die Schachtel um zehn Prozent teurer wird. Der Grund ist simpel: die Sucht. „Die Abhängigkeit vom Nikotin ist vergleichbar stark wie bei Heroin oder Kokain“, sagt Douglas Bettcher, Direktor der Anti-Tabak-Initiative der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Kostete eine Schachtel Marlboro in Deutschland 2002 noch drei Euro, sind jetzt 4,90 Euro fällig. Heute wie damals gingen zwar rund drei Viertel des Geldes an den Fiskus. Hersteller und Handel kassierten vor neun Jahren aber auch nur 75 Cent pro Päckchen, inzwischen sind es 1,20 Euro – das ist ein Anstieg um 60 Prozent.

  • 16.02.2012, 15:17 UhrAnonymer Benutzer: nata68

    Woher wollen Sie wissen das in Irland mehr geraucht wird? Ich habe dort 5 Jahre gelebt und kenne persoenlich 6 Leute die aufgehoert haben als das Rauchverbot in Kraft getreten ist.

    Ich habe selber 25 Jahre geraucht. Ich hatte keine Kondition, Lungenstechen,Herzrythmusstoerungen, morgens eine verstopfte Nase, ich musste Schleim spucken, hatte Augenringe und roch wie ein kalter Aschenbecher.

    Fuer diese schoenen Vorteile des Rauchens habe ich tausende von euros ausgegeben und die Tabakindustrie, die nichts weiter als Drogendealer sind und den Staat finaziell reicher gemacht.

    Erziehung, haha! Wir sind alle einer Gehirnwaesche unterzogen worden. Diese Gehirnwaesche ist so stark, das wir Soldaten der Tabakindustrie werden. Wir unterstuetzen unsere Moerder, die Menschen die uns verarschen, die uns das Geld aus der Tasche ziehen und uns mit ihrem Gift suechtig und kaputt machen.

    Freiheit? Raucher sind nicht frei. Aber die Sucht und die Gehirnwaesche ist so GROSS das man nicht mehr klar denken kann. Raucher sind Sklaven der Nikotin Sucht. Frei ist wer sich von jeglicher Sucht befreit und keine Kapitalisten unterstuetzt.

    Nikotin ist nicht cool und hat keinerlei Vorteile!
    Es ist sowas von dumm.
    WACH AUF

  • 06.11.2011, 20:02 UhrAnonymer Benutzer: Hui-Buh

    Diese Tabakmafia gehört ausgerottet! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen!

  • 06.11.2011, 16:30 UhrAnonymer Benutzer: PikAs

    Rauchverbote sind kontraproduktiv. Sieht man auch in Irland - dort rauchen jetzt mehr Menschen als zuvor.

    Wenn man alles "ungesunde" noch mehr reglementieren oder vom Markt nehmen wollte, was bleibt dann übrig? Arbeit, noch mehr Arbeit und vor allem soll der Bürger viele Steuern zahlen und wenig kosten. Nur - macht das Leben dann noch Spaß?

    Der Staat sollte sich besser um die Krankenhauskeime kümmern. Wir haben 57000 bewiesene Tote jährlich allein in D dadurch. Dagegen sind die 3301 Passivrauchtoten ein Witz, denn das ist nur eine Hochrechnung und bis heute gibt es keinen einzigen bewiesenen Passivrauchtoten.

    Es wird auch nicht helfen, die Zigaretten in weiße Packungen oder mit Schreckensbildern verziert zu verkaufen. Habe ich im Urlaub schon alles gesehen - keinen einzigen Raucher hat es abgehalten.

    Wer vor allem Angst macht, der macht die Bevölkerung krank!

    Das beste zur "Erziehung" der Bevölkerung habe ich hier gelesen:

    http://www.chartbrief.de/verbotswahn_und_entmuendigung.html

    Gutmenschen, die anderen vorschreiben wollen, wie sie zu leben haben, sind mir suspekt.

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