Tabakkonzern will auf weitere Kürzungen bei Reemtsma vorerst verzichten
Imperial Tobacco legt bei Gewinn zu

Angesichts des Gewinnwachstums in Deutschland will der britische Tabakkonzern Imperial Tobacco auf weitere Kürzungen bei der deutschen Tochter Reemtsma vorerst verzichten. Das kündigte Konzernchef Garth Davis gestern an: „Wir planen keine größeren Restrukturierungen verbunden mit einem Stellenabbau in Deutschland.“

bef/Reuters HB LONDON. Davis hatte im September mit Blick auf die schwierigen Marktbedingungen die Streichung von Jobs bei Reemtsma nicht ausgeschlossen.

Imperial hat wegen der Steuererhöhungen auf Zigaretten in Deutschland im abgelaufenen Geschäftsjahr (zum 30. September) Umsatz verloren. Der Erlös fiel im Jahresvergleich von 2,76 auf 2,48 Mrd. Pfund (3,56 Mrd. Euro). Allerdings profitierte der Konzern von Kostensenkungen und Preiserhöhungen, denn der operative Gewinn im Deutschlandgeschäft stieg von 228 auf 237 Mill. Pfund. Der Marktanteil lag im Gesamtjahr bei 20,8 Prozent.

Im Dezember wird die Tabaksteuer hier zu Lande ein weiteres Mal angehoben. Davis erwartet daher, dass der Markt schwierig bleibt. Es würden verstärkt Billigzigaretten oder günstige Marken aus den Nachbarländern gekauft. Dennoch sei er für Reemtsma angesichts der „ermutigenden Entwicklung weiter optimistisch“.

In Deutschland wie auch im Hauptmarkt Großbritannien profitierte Imperial vom Trend zu selbst gedrehten Zigaretten. In Großbritannien brachte unter anderem dieser Trend eine Erhöhung des Imperial Marktanteils auf 44,6 Prozent.

Im Gesamtkonzern stieg der operative Gewinn im Geschäftsjahr um sieben Prozent auf 1,22 Mrd. Pfund. Der Umsatz fiel von 11,4 auf 11 Mrd. Pfund. Um den Unternehmenswert zu steigern, stellte der Hersteller von Marken wie „West“ und „Davidoff“ Akquisitionen und ein Aktienrückkaufprogramm in Aussicht.

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