Takeda
Erstmals Quartalverlust bei Japan größtem Pharmakonzern

Japans größter Pharmakonzern Takeda hat erstmals in einem Qurtal operativ Verluste geschrieben. Grund sind die hoher Kosten durch die Übernahme der US-Biotechfirma Millennium.

HB TOKIO. Im vergangenen Jahresviertel habe der operative Verlust bei 27 Mrd. Yen nach einem Plus von 153 Mrd. Yen vor Jahresfrist gelegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Gleichwohl geht Takeda nun für das gesamte Geschäftsjahr (bis Ende März 2009) von einem weniger starken Gewinnrückgang aus als bislang angenommen. Insgesamt erwartet der Konzern im Geschäftsjahr jetzt einen operativen Gewinn von 280 Mrd. Yen (1,6 Mrd. Euro) nachdem bislang mit 240 Mrd. Yen gerechnet worden waren. Das ist zwar immer noch ein Rückgang von 34 Prozent zum Vorjahresergebnis, liegt aber deutlich über den bisherigen Analystenschätzungen von 249 Mrd. Yen.

Takeda hatte im Frühjahr den Kauf von Millennium für 8,8 Mrd. Dollar angekündigt, mit dem das Unternehmen seine Krebsforschung stärken will. Die Japaner stehen seit längerem unter Druck, ihre Medikamenten-Pipeline auszubauen, bevor das US-Patent für ihr Diabetes-Mittel Actos 2011 ausläuft. Aber auch der japanische Wettbewerber Daiichi Sankyo war kürzlich auf Einkaufstour gegangen und will den größten indischen Pharmakonzern Ranbaxy für bis zu 4,6 Mrd. Dollar übernehmen. Daiichi verzeichnete im vergangenen Quartal wegen hoher Forschungsausgaben einen operativen Gewinnrückgang von 41 Prozent auf 40 Mrd. Yen. Das Unternehmen hat zudem stark in den Ausbau seines Vertriebs investiert. Für das Gesamtjahr rechnet Daiichi unverändert mit einem Gewinnrückgang von 17 Prozent auf 130 Mrd. Yen.

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