Takeda
Japans Pharmariese darf Nycomed übernehmen

Der japanische Pharmakonzern Takeda darf den Schweizer Arzneimittelhersteller Nycomed übernehmen. Die EU-Kommission hat keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken.
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BrüsselDie EU-Kommission hat grünes Licht für die Milliarden-Übernahme des Schweizer Arzneimittelherstellers Nycomed durch den größten japanischen Pharmakonzern Takeda gegeben. Der gemeinsame Marktanteil der Unternehmen bei Magenmedikamenten werde in Deutschland, Italien und Österreich „nicht sehr hoch“ sein, teilten die obersten Wettbewerbshüter Europas am Dienstag in Brüssel mit. Takeda und Nycomed vertreiben in diesen drei Ländern ein Arzneimittel, das zur Behandlung weit verbreiteter Störungen der Magensäureproduktion eingesetzt wird. Der Wettbewerb in Europa werde durch den Zusammenschluss nicht eingeschränkt, hieß es. 

Die japanische Nummer eins hatte die 9,6 Milliarden Euro schwere Übernahme im Mai angekündigt. Das Unternehmen wolle unabhängiger vom schwierigen Heimatmarkt und den USA werden, wo billigere Nachahmermedikamente den Umsatz bedrohen. Die Japaner erhoffen sich durch die Übernahme von Nycomed einen besseren Zugang zu den schnellwachsenden Schwellenländern. Außerdem sollen sich mit dem Kauf die Umsätze in Europa verdoppeln. Das Unternehmen ist seit einiger Zeit dabei, das Geschäft außerhalb Japans zu erweitern. 

Takeda ist ein weltweit tätiger Konzern mit drei Geschäftsfeldern, darunter verschreibungspflichtige Arzneimittel und frei verkäufliche Gesundheitsprodukte. Für das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr 2010/2011 meldete Takeda einen Umsatz von 1,42 Billionen Yen (rund 12,3 Milliarden Euro). Der Gewinn war auf 248 Milliarden Yen eingebrochen. Tadeka steht damit auf Rang 15 der Pharmaunternehmen der Welt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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