Talfahrt
Daimler: Nutzfahrzeuge laufen nicht

Der weltgrößte Nutzfahrzeug-Hersteller Daimler sieht kein Ende der Talfahrt des wichtigen US-Markts. Man müsse sich warm anziehen, kündigte Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler nun an.

HB NEW YORK.Seit 2006 sei der Absatz aller Hersteller in den USA bereits um rund 60 Prozent eingebrochen, sagte Daimler-Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler am Dienstagabend (Ortszeit) in New York. Die Marktgröße von 2006 sei auf mehrere Jahre hinaus nicht in Sicht. "Wir müssen uns insgesamt sehr warm anziehen."

Daimler hatte jüngst wegen der Krise auf dem US-Markt die Produktion der Marke Sterling Trucks eingestellt. Zwei Werke werden geschlossen, rund 3500 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Mit einem Marktanteil von nach eigenen Angaben rund einem Drittel ist Daimler auch in den USA Branchenführer. Neben den künftig noch zwei US-Marken Freightliner und Western Star ist Daimler in den USA noch mit dem Bushersteller Thomas am Start.

Weitere Einsparungen in den USA wollte Renschler nicht völlig ausschließen. "Ich sage niemals nie", räumte er vor Journalisten ein. Mit dem angekündigten Einschnitten sei der Konzern aber auch für vielleicht noch stürmischere Zeiten" gerüstet. Daimler werde aus der Krise gestärkt hervorgehen und seine Marktposition ausbauen, versprach Renschler. "Wir wollen kein Rückzugsgefecht führen." Eine konkrete Prognose für die weitere Entwicklung des US-Marktes und der Daimler-Absatzzahlen dort wagt der Konzern derzeit nicht.

Für das laufende Jahr bekräftigte Renschler, weltweit werde Daimlers Lkw-Sparte den Vorjahresabsatz von 467.700 Fahrzeugen leicht übertreffen. Bis Ende des Jahres solle auch wie angekündigt die Entscheidung über den Einstieg beim russischen Lkw-Marktführer Kamaz fallen. "Wir sind in den letzten Zügen der Entscheidung", sagte Renschler.

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