Talfahrt nur etwas verlangsamt
Bau-Branche weiter in der Krise

Die deutsche Bau-Industrie konnte ihre Talfahrt im Dezember nicht stoppen. Obwohl die Geschäftseinbußen im Dezember geringfügig abgenommen haben, nahm angesichts mangelnder Neuaufträge der schon große Pessimismus unter den Firmen einer Umfrage des britischen Forschungsinstituts NTC zufolge weiter zu.

HB BERLIN. Der am Montag veröffentlichte NTC-Bauindex stieg im Dezember auf 45,2 von 44,7 Zählern im November. Damit lag der Index wie schon seit dreieinhalb Jahren unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. In allen drei erfassten Bausektoren - Wohnungsbau, gewerblicher Bau und Tiefbau - berichteten die Firmen von schwächeren Geschäften als vor einem Monat.

Den größten Rückgang der Geschäftsaktivität registrierten die Firmen im Wohnungsbau - der entsprechende Index gab auf 44,6 von 46,2 Zählern im November nach. Mehr als die Hälfte dieser Unternehmen berichtete von rückläufigen Geschäften. Im gewerblichen Bau dagegen verlangsamte sich der Rückgang etwas, der Teilindex kletterte auf 45,4 von 43,3 Punkten. Auch im Tiefbau liefen die Geschäfte wie schon seit August 2000 schlechter. Die Einbußen waren hier jedoch weniger stark als in den anderen Teilbereichen. Der Tiefbau-Index stieg auf 45,8 von ebenfalls 43,3 Punkten im November.

Auf Grund der schlechten Geschäftslage verloren im Dezember in der Baubranche fast so viele Menschen ihren Job wie im November. Der Teilindex Beschäftigung stieg nur leicht auf 44,9 von 43,9 Punkten. Über ein Drittel der Firmen berichteten von einem Personalabbau im Vergleich zum Vormonat.

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