Talsohle angeblich durchschritten
Jil Sander noch tief in den roten Zahlen

Der Hamburger Modekonzern Jil Sander hat 2003 weiter rote Zahlen geschrieben. Erst im Mai 2003 war Firmengründerin Jil Sander in das Unternehmen zurückgekehrt.

HB HAMBURG. Der Unternehmen habe im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Konzernverlust von 28,4 Mill. € verbucht, teilte Jil Sander zum Wochenschluss mit. 2002 hatte das Minus 26,3 Mill. € betragen. Der Modekonzern begründete den Fehlbetrag mit dem Irak-Krieg, der Lungenkrankheit Sars in Asien und der Euro-Stärke. Der Konzernumsatz ging auf 125,7 Mill. € von 138,8 Mill. € zurück. Für das laufende Geschäftsjahr geht das Unternehmen jedoch davon aus, die Verluste verringern zu können.

Im August 2003 hatte der Modekonzern Jil Sander noch angekündigt, nach der Rückkehr seiner gleichnamigen Gründerin in das Unternehmen einen deutlichen Aufschwung seines Geschäftes zu erwarten. Die Modemacherin Jil Sander war im vergangenen Mai an die Spitze des nach ihr benannten Modekonzerns zurückgekehrt und hatte dort wieder das Design übernommen. Anfang 2000 hatte sie das Unternehmen verlassen, nachdem sie es an den italienischen Schuh- und Modekonzern Prada verkauft hatte, der sich stark in die operative Führung einschaltete.

Die Unternehmensführung ist zuversichtlich, die Talsohle durchschritten zu haben. „Nun, da wir dieses schwere Jahr hinter uns haben, zeichnet sich ab, dass es im Jahr 2004 dank der Rückkehr von Frau Sander als Kreativdirektorin wieder aufwärts geht. Die Ordereingänge und Verkäufe für die Frühjahr- und Sommer- sowie die Herbst- und Winter-Kollektionen waren bereits sehr erfreulich“, sagte Finanzvorstand-Bernhard Wirmer. „Für 2004 rechnen wir mit einer wesentlichen Steigerung des Umsatzes und mit einer klaren Minderung der Verluste des Sil-Sander-Konzerns.“

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