Tankerauftrag
Boeing und Airbus entfachen PR-Krieg

Wirbel um Tankerauftrag des US-Militärs: Der 40 Mrd. Dollar-Auftrag zum Bau einer neuen Tankerflotte für die US-Luftwaffe ist erteilt, aber Boeing und die vom Pentagon beauftragte Arbeitsgemeinschaft aus Northrop Grumman und EADS wetteifern weiter um Vorteile in der öffentlichen Wahrnehmung. Ein erbitterter Kampf.

PORTLAND. Boeing hat Einspruch gegen den Verlust des Auftrages erhoben, seine Alliierten im Kongress und in den Medien haben sich auf Northrop/EADS eingeschossen. Zwischen Boeing und Northrop herrsche das "Äquivalent eines totalen Krieges", sagt Richard Aboulafia, Luftfahrt- und Rüstungsexperte der Washingtoner Teal Group.

Northrop hat seine Lobbyisten angespitzt und in seiner Niederlassung in Washington eine Kommandozentrale für Öffentlichkeitsarbeit eingerichtet. Unter dem Kampagnennamen "America's New Tanker" wird dort für das Projekt geworben. "Dies ist der am meisten politisierte Rüstungsauftrag, den ich je gesehen habe", sagt Aboulafia.

Ob eine Agenturmeldung, ein Zeitungsartikel, ein Leserbrief oder eine Stellungnahme der Gegenseite: Northrop reagiert garantiert mit einer Mitteilung darauf. "Wir betreiben in diesem Fall eine noch intensivere öffentliche Aufklärung als sonst", sagt Northrop-Sprecher Tim Paynter. Artikel, die Northrop loben oder die Auftragserteilung an das Konsortium rechtfertigen, werden öffentlich zur Lektüre empfohlen. Äußern sich Vertreter von Boeing oder dessen Alliierten im Kongress kritisch, kommt von Northrop umgehend eine "faktische Klarstellung".

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