Tankerflugzeug-Auftrag
Neuer Gegenwind für EADS

Amerikanische Politiker machen Druck: Dutzende Kongressabgeordnete haben das US-Verteidigungsministerium aufgefordert, den Milliardenauftrag der Luftwaffe an den europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS neu auszuschreiben.

HB WASHINGTON. Die Regierung müsse eine fairen Wettbewerb ermöglichen und ihre Fehler aus dem ersten Durchgang korrigieren, heißt es in einem Brief, der noch am Freitag an die US-Luftwaffe geschickt werden sollte. Nach Angaben aus dem Kongress wollten etwa 70 Abgeordnete das Schreiben unterzeichnen.

Das US-Verteidigungsministerium prüft noch, ob der Auftrag für die 179 Tankflugzeuge neu ausgeschrieben wird. Ressortchef Robert Gates hatte am Vortag erklärt, er nehme den kritischen Bericht des Rechnungshofes im Kongress sehr ernst und erwäge verschiedene Möglichkeiten. Der Rechnungshof hatte schwere Fehler im Vergabeverfahren gerügt und empfohlen, die Ausschreibung zumindest teilweise zu wiederholen.

Die Luftwaffe muss binnen 60 Tagen entscheiden, ob sie den Auftrag neu ausschreibt. Beobachter gehen angesichts des enormen öffentlichen Drucks von einer Neuauflage aus, wodurch sich die Vergabe bis weit nach den US-Wahlen im Herbst verzögern würde.

Der US-Flugzeugbauer und EADS-Erzrivale Boeing war bei der Auftragsvergabe leer ausgegangen und hatte Beschwerde beim Rechnungshof eingelegt.

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