Tarifeinigung
Drucker müssen auf Lohnerhöhung warten

Die rund 170 000 Beschäftigten der deutschen Druckindustrie erhalten erst im nächsten Jahr eine prozentuale Lohnerhöhung. Der in der Nacht auf Mittwoch erzielten Tarifeinigung zufolge müssen sie sich 2009 mit einer Einmalzahlung begnügen.

HB FRANKFURT. Nach dem in Frankfurt erzielten Verhandlungsergebnis soll es im laufenden Jahr eine Einmalzahlung von 280 Euro pro Beschäftigten geben, bevor zum 1. April 2010 eine Erhöhung der Entgelte um 2,0 Prozent folgt. Für Auszubildende beträgt die zum September fällige Einmalzahlung 130 Euro.

Die Zahlungen können nicht mehr, wie ursprünglich von den Arbeitgebern verlangt, auf Betriebsebene gemindert oder ganz aufgehoben werden. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 24 Monate bis zum 31. März 2011. Nach Angaben beider Seiten wurde zudem der Manteltarifvertrag um ein Jahr auf den 31. Dezember kommenden Jahres verlängert. Zusätzlich wurde für diesen Teil eine Veränderungssperre bis zum 1. September 2011 verhängt.

Der Verzicht auf tabellenwirksame Lohnerhöhungen noch in diesem Jahr berücksichtige die wirtschaftliche Situation der Betriebe, erklärte eine Sprecherin des Bundesverbandes Druck und Medien (BVDM) nach dem mehr als zwölfstündigen Marathon in der vierten Verhandlungsrunde. Es sei ein tragfähiger Kompromiss erreicht worden.

Verdi-Verhandlungsführer Frank Werneke sprach von einem tragbaren Ergebnis. Wichtig seien der Wegfall der Öffnungsklausel und die Verlängerung des Manteltarifvertrages. Im Volumen habe man deutliche Abstriche machen müssen. Die Gewerkschaft hatte zu Beginn fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten verlangt.

Vor der Einigung hatten sich laut Verdi rund 5 000 Beschäftigte in mehr als 70 Betrieben an Warnstreiks beteiligt.

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