Tarifeinigung : Kein Streik beim Energieversorger Eon

Tarifeinigung
Kein Streik beim Energieversorger Eon

Entspannung beim Energieversorger Eon: Die Tarifparteien haben sich geeinigt. Die Mitarbeiter bekommen ein bisschen mehr Geld, ein Streik ist damit abgewendet.
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DüsseldorfDer Tarifstreit beim Düsseldorfer Energieversorger Eon ist beigelegt. Die 30.000 Beschäftigten des Unternehmens sollen rückwirkend ab Januar 2,8 Prozent mehr Gehalt plus eine Einmalzahlung von 300 Euro bekommen. Einen entsprechenden Vorschlag habe die Tarifkommission der Gewerkschaften Verdi und IG BCE angenommen, teilten die Gewerkschaften am Mittwoch mit.

Weiter sei vereinbart worden, dass Ausbildungsabsolventen des Jahres 2014 durch ihren bisherigen Arbeitgeber befristet für zwölf Monate übernommen werden. Verdi-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott werte das Ergebnis als „tragfähigen Kompromiss, über den endgültig in der zweiten Urabstimmung entschieden werde“, hieß es in einer Mitteilung der Gewerkschaft.

Die Gewerkschaften Verdi und IG BCE hatten für die Beschäftigten von Eon in Deutschland während der Verhandlungen 6,5 Prozent mehr Lohn gefordert. Eon bot jedoch stets nur 1,7 Prozent an. Anfang vergangener Woche hatten sich daher 91,4 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder in einer Urabstimmung für einen unbefristeten Streik ausgesprochen. Es wäre der erste unbefristete Streik bei einem Energieversorger in der Geschichte Deutschlands gewesen.

Auch in die Tarifverhandlungen beim Konkurrenten RWE ist Bewegung gekommen. Gestern kündigte der Energieversorger an, den Gewerkschaften ein „deutlich verbessertes Angebot“ vorzulegen. Die Gewerkschaften fordern eine Erhöhung der Entgelte um 6 Prozent, die Verlängerung der tariflichen Beschäftigungssicherung und eine Übernahme der Auszubildenden.

Kommentare zu " Tarifeinigung : Kein Streik beim Energieversorger Eon"

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  • Da ist die Gewerkschaft aber als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet, 6.5% fordern, Streik androhen per Urabstimmung und dann mit 2.8% zufrieden sein? Gerade mal ein Inflationsausgleich! Ein Schelm wer überlegt, wie und wo sich die Gewerkschaftsfunktionäre diesen "Kompromiss" haben abkaufen lassen.

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