Tarifeinigung
VW entlohnt Mitarbeiter von Auto 5000 besser

Der Volkswagen-Konzern stellt die rund 3 800 Beschäftigten bei der Volkswagen-Tochter Auto 5000 mit ihren übrigen Metaller-Kollegen gleich. Die Mitarbeiter bekommen ab 1. Juli 3 Prozent mehr Lohn. Gegenüber den VW-Werkern, die über den Haustarifvertrag angestellt sind, ist das aber immer noch wenig.

HB HANNOVER. Auf die Lohnsteigerung hätten sich Volkswagen und die IG Metall am Donnerstag bei ihren Tarifverhandlungen in Wolfsburg geeinigt, teilten die Verhandlungspartner am Freitag mit. Für April, Mai und Juni wurde eine Einmalzahlung von 310 Euro vereinbart. Zum 1. April zahlt das Unternehmen jedem Beschäftigten zudem monatlich 27 Euro als zusätzliche Altersvorsorge. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis April 2007.

Die IG Metall hatte 5 Prozent mehr Lohn und diesen Rentenbaustein gefordert. VW hatte dagegen eine Erhöhung der Entgelte von 3 Prozent für 21 Monate angeboten. Die Verhandlungen waren mehrfach von Warnstreiks begleitet gewesen. Mit der Forderung nach Ausweitung der pauschalen Wochenendarbeit habe sich VW nicht durchsetzen können, hieß es.

Die Beschäftigten bei Auto 5000 arbeiten nicht nach dem VW-Haustarifvertrag, sondern nach dem Modell einer flexiblen 35-Stunden-Woche auf dem Niveau des Flächentarifvertrages. Normal angestellte VW-Werker bekommen einen um 20 Prozent höheren Lohn als branchenüblich bzw. arbeiten nur 28,8 Stunden fürs gleiche Geld.

„Mit drei Prozent mehr Geld wird die Gleichbehandlung von Auto 5000 mit der Metallindustrie ohne Abstriche erreicht“, erklärte IG-Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine.

Mit weiteren Regelungen, wie zum Beispiel Schichtzulagen und der neuen Zusammensetzung des Monatsentgelts, soll nach Willen beider Seiten der bisher befristete Projekttarifvertrag in einen dauerhaften Haustarifvertrag übertragen werden.

Der VW-Vorstand sieht das Auto-5000-Tarifmodelle als mögliches Vorbild für einen neuen Haustarifvertrag. Betriebsrat und Gewerkschaft lehnen dies aber ab.

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