Tarifkonflikt
IG Metall setzt Warnstreiks fort

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall am Dienstag ihre Warnstreiks fortgesetzt. Tausende Metaller protestieren in Norddeutschland für mehr Geld.

HB DÜSSELDORF/HAMBURG. Mit Beginn der Frühschicht um 6.00 Uhr legten Beschäftigte der Traditionswerft Blohm & Voss in Hamburg sowie mehrerer Mittelständler in der Metropolregion die Arbeit nieder. In Mecklenburg-Vorpommern beteiligten sich nach Gewerkschaftangaben seit 5.00 Uhr Hunderte Arbeitnehmer an den Aktionen. In der Wadan-Werft in Rostock- Warnemünde traten rund 400 Arbeitnehmer in einen Warnstreik. In Sachsen-Anhalt traten 90 der 230 Mitarbeiter der Radsatzfabrik in Ilsenburg (Harz) am Morgen in einen eineinhalbstündigen Warnstreik.

Die IG Metall will heute ihre Arbeitskampfmaßnahmen auf ganz Deutschland ausweiten. In Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und dem Saarland rechnet die Gewerkschaft mit 30 000 Teilnehmern, in Bayern sollen 20 000 Metaller befristet ihre Arbeit niederlegen und auch im Norden sind erstmals Zehntausende Beschäftigte zum kurzzeitigen Ausstand aufgerufen.

Bereits am Wochenende und am Montag hatten sich zahlreiche Metaller an bundesweiten Kundgebungen für die Forderung nach acht Prozent mehr Lohn beteiligt - dabei war der Ausstand aber auf West- und Süddeutschland konzentriert worden. Die bisherige Offerte sieht 2,1 Prozent mehr Geld für 2009 und als Einmalzahlung 0,8 Prozent des Jahreseinkommens für die Monate November und Dezember 2008 vor. Die IG Metall lehnt dies als "Provokation" ab.

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