Tarifkonflikt: RWE einigt sich mit Gewerkschaften

Tarifkonflikt
RWE einigt sich mit Gewerkschaften

Nun ist es offiziell: Wie die Gewerkschaften mitteilten, ist der Tarifkonflikt beim Energieversorger RWE beigelegt. Bereits am Freitag hieß es aus Kreisen, dass sich die Parteien auf höhere Löhne verständigt haben.
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Düsseldorf Mehr Geld für die Mitarbeiter des Energieversorgers RWE: Nach wochenlangen Tarifverhandlungen, in dessen Verlauf die Gewerkschaften auch mit Streik gedroht hatten, haben sich die Parteien in der vierten Runde geeinigt, wie die Gewerkschaft IG BCE heute mitteilte.

Die Entgelte der 50.000 Beschäftigten stiegen in zwei Stufen um 2,75 und 1,75 Prozent, außerdem gebe es zwei Einmalzahlungen von je 250 Euro, hieß es. Der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung sei zunächst bis Ende 2014 verlängert, Verhandlungen über eine Anschlussregelung werden unverzüglich aufgenommen. Die Übernahme von Ausgebildeten wollen Arbeitgeber und Gewerkschaften zeitnah regeln.

Ursprünglich hatten die Arbeitnehmervertretungen Verdi und IG BCE für die 30.000 RWE-Beschäftigten in Deutschland sechs Prozent mehr Lohn und die Verlängerung der Beschäftigungssicherung um zehn Jahre gefordert.

IG-BCE-Verhandlungsführer Holger Nieden sagte in einem Statement: „Das war keine einfache Runde und alles andere als ein Selbstläufer. Der Abschluss ist insgesamt tragfähig, die Komponenten sind in sich stimmig.“ In der Tarifkommission sei das Ergebnis auf „breite Zustimmung“ gestoßen.

Erst am Donnerstag hatte es auch im Tarifkonflikt vom RWE-Konkurrenten Eon eine Einigung gegeben. Die Eon-Mitarbeiter hatten ebenfalls mit einer Arbeitsniederlegung gedroht, falls es zu keinem Kompromiss kommt.

Arbeitnehmer in der Branche sind jedoch eher zahm bei Tarifverhandlungen, bisher hat es noch nie Streiks bei einem Energieversorger gegeben.

Dana Heide ist Korrespondentin in Berlin.
Dana Heide
Handelsblatt / Korrespondentin

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