Tarifparteien zuversichtlich für Erhalt der Standorte Bocholt und Kamp-Lintfort
Hoffnung für Siemens-Werke in NRW

Die Verlagerung von 2000 Stellen an den Siemens-Standorten Kamp-Lintfort und Bocholt nach Ungarn ist vermutlich vom Tisch. IG Metall und Konzern äußerten sich zuversichtlich.

HB BERLIN. Über die Werke des Siemens-Konzerns in Kamp-Lintfort und Bocholt ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Einem Bericht der «Neuen Ruhr/Rhein-Zeitung» vom Samstag zufolge sind die Chancen für den Erhalt der beiden Standorte gestiegen. «Wir sind optimistisch, dass wir hier schnell und zügig zu einer Lösung gelangen», zitierte das Blatt den nordrhein-westfälischen IG-Metall-Chef Peter Gasse.

Auch Siemens-Sprecher Peter Gottal äußerte sich dem Bericht zufolge positiv über Kamp-Lintfort und Bocholt. Er zeigte sich demzufolge «nach wie vor optimistisch, dass es eine Einigung gibt», womit auch die Verlagerung der Betriebe endgültig vom Tisch wäre. Nach Angaben der «Neuen Ruhr/Rhein-Zeitung» sind an den beiden Siemens-Standorten insgesamt 2000 Arbeitsplätze von einer Verlagerung nach Ungarn bedroht.

Gasse sagte der Zeitung zufolge, mit tragfähigen Zukunftskonzepten für die beiden Standorte sei man bereits sehr weit. Über tarifvertragliche Fragen werde verhandelt. Zugleich verwies der IG-Metall-Chef von NRW auf eine Eckpunkte-Vereinbarung mit Siemens. So habe Konzernchef Heinrich von Pierer signalisiert, dass eine flächendeckende Einführung der 40-Stunden-Woche im Konzern nicht angestrebt sei.

Am Freitag hatten insgesamt 25.000 Mitarbeiter von Siemens bundesweit an Betriebsversammlungen und Demonstrationen teilgenommen. Sie protestierten gegen den geplanten Abbau von Arbeitsplätzen. Der bayerische IG-Metall-Chef Werner Neugebauer warf von Pierer im Berliner «Tagesspiegel» vor, die Siemens-Mitarbeiter zu «vergewaltigen», «indem er sie vor die Alternative Pest oder Cholera stellt».

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