Tarifstreit bei der Bahn
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Die Lokführergewerkschaft GdL und die Bahn haben am Samstag die Verhandlungen in ihrem Tarifstreit wieder aufgenommen. Doch anders als in den Wochen zuvor wollen die Beteiligten möglichst wenig über die Verhandlungen preisgeben.

HB BERLIN. Die Deutsche Bahn und die Lokführergwerkschaft GDL verhandeln in ihrem monatelangen Tarifstreit wieder. GDL-Sprecherin Gerda Seibert sagte am Samstag in Frankfurt, es handele sich um ein Treffen auf „Arbeitsebene“ und sei kein Spitzengespräch. Ob das Gespräch bereits begonnen habe, wollte die GDL-Sprecherin nicht sagen. Die Bahn wollte sich unter Hinweis auf die vereinbarte Vertraulichkeit der Verhandlungen nicht äußern.

Nach einem Treffen mit Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hatten Bahnchef Hartmut Mehdorn und der GDL-Vorsitzende Manfred Schell am Freitag überraschend wieder in neue Verhandlungen eingewilligt. In den Verhandlungen über Geld und Arbeitszeit wollten beide Seiten „alles versuchen“, bis zum 6. Januar erfolgreich zu verhandeln, um einen Arbeitskampf zu verhindern, hatte Tiefensee gesagt.

Die GDL hatte die Tarifverhandlungen erst am Donnerstag für gescheitert erklärt und für den 7. Januar den Beginn unbefristeter Streiks im Personen- und Güterverkehr angekündigt. Die Bahn hatte acht Prozent mehr Geld angeboten, bevor sie am Donnerstag als Reaktion auf den Verhandlungsabbruch sämtliche Offerten zurücknahm. Die GDL forderte zuletzt mindestens zehn Prozent mehr Einkommen.

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