Tarifstreit beim Wolfsburger Konzern
IG Metall hält VW-Forderung nach Nullrunde für unrealistisch

Zwei Mrd. Euro will Peter Hartz durch eine Nullrunde und ein neues Vergütungssystem einsparen. Die IG Metall lehnt dies ab und fordert Jobgarantien.

HB WOLFSBURG/HANNOVER. Die Gewerkschaft IG Metall hat die Forderungen des Volkswagen-Konzerns als „übertrieben“ und „unrealistisch“ bezeichnet. "Falls der Vorstand bei seinen überzogenen Forderungen bleibt, wird es eine sehr konfliktträchtige Tarifrunde, auf die wir aber hervorragend vorbereitet sind“, sagte IG-Metall-Bezirkschef Hartmut Meine, der zugleich Verhandlungsführer der Gewerkschaft ist.

VW fordert, dass die mehr als 100 000 Beschäftigten in den sechs westdeutschen Werken für 24 Monate auf Einkommenserhöhungen verzichten. Durch ein umfangreiches Konzept will Personalsvorstand Peter Hartz die Arbeitskosten im Inland bis 2011 um gut zwei Mrd. Euro senken. Die IG Metall hingegen fordert vier Prozent mehr Lohn und Gehalt und mehrjährige Jobgarantien.

Meine kritisierte vor allem, dass Volkswagen nicht zu der von der IG Metall geforderten Arbeitsplatzgarantie bereit sei. Die Gewerkschaft wolle in den Verhandlungen mit VW „austesten“, inwieweit das Unternehmen die 103 000 Arbeitsplätzen in den westdeutschen Werken garantieren kann. Bislang habe man aus den Forderungen von Hartz nur „vage Sprechblasen“ gehört.

Wenn weiterhin eine Dividende gezahlt werden könne, gebe es keinen Grund, warum die Arbeitnehmer bei VW einen derartigen Verzicht üben sollten, meint die IG Metall.

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