Tarifstreit
IG Bau akzeptiert Schlichterspruch

Die Gewerkschaft IG Bau hat den Schlichterspruch im Tarifstreit für das Bauhauptgewerbe angenommen. Bald muss auch die Arbeitgeberseite erklären, ob sie hinter dem Kompromiss steht.
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Berlin In der Tarifrunde für die rund 700.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe hat die IG BAU den Schlichterspruch angenommen. Die Tarifkommission habe dem Mitte April verkündeten Schlichterspruch zugestimmt, teilte die Gewerkschaft am Mittwoch in Frankfurt mit. "Wir erwarten, dass auch die Arbeitgeber hinter dem Kompromiss stehen und das Ergebnis annehmen", sagte IG-BAU-Verhandlungsführer Dietmar Schäfers. Die Arbeitgeber haben noch bis 28. April Zeit, über den Spruch zu entscheiden. Beide Seiten hatten nach der Verkündung des Schlichterspruchs das Ergebnis als tragfähigen Kompromiss bezeichnet.

Danach sollen die Beschäftigten in zwei Schritten Lohnerhöhungen erhalten. Die Einigung sieht vor, dass die Westlöhne am 1. Mai um 3,0 Prozent steigen und ab 1. Juni 2012 noch einmal um 2,3 Prozent. Zudem soll es eine auf 2012 befristete Komponente von 0,3 Prozent für die Alterssicherung geben. Die Löhne in Ostdeutschland sollen ab 1. Juni um 3,4 Prozent zulegen und ab August 2012 um weitere 2,9 Prozent. Der Tarifvertrag läuft über 24 Monate bis Ende März 2013. Zudem einigten sich die Beteiligten auf eine schrittweise Erhöhung der Mindestlöhne in Ost und West.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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