Tarifverhandlungen
Fleischer wollen Mindestlohn im Osten verschieben

Jetzt schon 8,50 Euro auf der untersten Stufe? Die Fleischindustrie lehnt das ab, zumindest für Ostdeutschland und einen sofortigen Einstieg in den Mindestlohn. Damit stehen die Tarifverhandlungen auf dem Spiel.
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DüsseldorfIn den Verhandlungen über einen Mindestlohn in der Fleischindustrie lehnen die Arbeitgeber einen sofortigen Mindestlohn von 8,50 in Ostdeutschland ab. Bei der nächsten Tarifrunde am kommenden Dienstag sei die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) "am Zug", sagte der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Michael Andritzky, dem Handelsblatt (Freitagsausgabe). "Wenn wir dann nicht zu einer Einigung kommen, ist die Sache erledigt." Die Arbeitgeber der Ernährungswirtschaft fordern eine stufenweise Einführung des Mindestlohns.

Sie verweisen darauf, dass im Osten die Produktivität niedriger sei, und warnen davor, dass sonst Arbeitsplätze in Gefahr gerieten. Die Gewerkschaft NGG will hingegen nach der Einigung von Union und SPD auf einen gesetzlichen Mindestlohn keine Löhne mehr unter 8,50 Euro akzeptieren. "Wir unterschreiben nichts mehr darunter", sagte der stellvertretende Vorsitzende der NGG, Claus-Harald Güster, dem Handelsblatt. Mit Löhnen unter 8,50 Euro "brauche ich meinen Leuten nicht mehr zu kommen".

Nach der Einigung auf einen Koalitionsvertrag Ende November hatte die NGG auf Anfrage von AFP erklärt, sollte am 17. Dezember kein Tarifvertrag für die Fleischindustrie abgeschlossen werden, dann gelte ab 2015 ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro. Die Fleischbranche hatte im Sommer aus Sorge um ihr Image in Verhandlungen über einen Mindestlohn eingewilligt.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Tarifverhandlungen: Fleischer wollen Mindestlohn im Osten verschieben"

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  • Dem stimme ich zu! Die ganze Produktivitätsleier kann ich einfach nicht mehr hören! Die haben doch alle noch nie im Osten gearbeitet und wissen nicht, wie hart die Leute dort arbeiten, teilweise die Arbeit für zwei andere gekündigte Mitarbeiter miterledigen. Keiner traut sich was zu sagen, weil sie Angst haben, ihren Job zu verlieren. Und bei den niedrigen Löhnen müßte doch die Produktivität eigentlich viel höher sein als im Westen, da die Kosten niedriger sind.
    Da lief vor ein paar Monaten ein sehr interessanter Beitrag auf dem Ersten mit dem Titel "Goldrausch - die Geschichte der Treuhand", das empfehle ich jedem, der über Ossis schimpft und meint, sie würden nur jammern und meckern und wären undankbar. Was damals gelaufen ist, ist nicht in Ordnung und einfach nur kriminell!

  • Was für eine rassistische Hetze der Unternehmen!!

    Wo ist die Produktivität im Osten geringer?! LACHHAFT IST DAS NUR NOCH!!

    Ja die Ossi wurden von der BRD vereinnahmt und die Industrie, die noch gute Aufträge hatte, bewusst kapuut gemacht! DAS UND NUR DAS ist DIE WAHRHEIT!! Deswegen ist auch Rohwedder misteriös ums Leben gekommen!

    Diese Nazi BRD ist nur noch zum kotzen! Mit der Wende hatte die BRD einen riesen Aufschwung und das Kapital ordentlichen Profit gemacht! Den ganzen Schrott hatte man im Osten an die blöden, dummen Menschen verkauft. Die hungrig nach Konsum waren. Und dann wurden sie massiv klein gehalten und mittels Politik als billige Arbeitskräfte verscherpelt!

    Dann sind die BRD-Bürger auch noch neidisch auf die Ost-Rentner. Wo doch die Frauen auch ALLE IN DER DDR ARBEITEN MUßTEN!

    Diese egoistische BRD ist sowas von menschenfeindlich und verkommen. Ekelhaft ist das nur noch!

    Hartz 4 wurde dochn nur für den Marktführer der Lebensmittelindustire Aldi eingeführt. Ansonsten wurden die ehmnaligen DDR-Bürger kolonialisiert! Wie der ganze Ostblock schlecht hin. Das macht die BRD doch zu gerne.

    Die Deutschen sind ein zutiefst lächerliches VOLK. WEIL UNFREI UND AUTORITÄTSHÖRIG DAZU! Ein VOLK DER JAMMERLAPPEN UND ANPASSER; DES DUCKMÄUSERTUMS.

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