Tarifverhandlungen
Gewerkschaften: RWE steuert auf Streik zu

Deutschlands zweitgrößter Energieversorger RWE steuert auf einen Streik zu. Betroffen sind nach Angaben der Gewerkschaft IG BCE 20 000 der 35 000 Beschäftigten, die nach dem Haustarifvertrag bezahlt werden. Wo die bisherigen Angebote von RWE an die Mitarbeiter liegen sollen.

HB ESSEN. "Wir bereiten uns intern auf eine Urabstimmung und Aktionen bis hin zum Streik vor", sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaften, Karl-Heinz Römer, der Tageszeitung "Die Welt" (Freitagausgabe). Die Gewerkschaften ver.di und IG BCE hatten acht Prozent mehr Lohn gefordert. Das Unternehmen hatte drei Prozent angeboten sowie Einmalzahlungen.

Die Verhandlungskommission empfiehlt, die bisher vorliegenden Angebote der Arbeitgeber abzulehnen und das Scheitern der Verhandlungen festzustellen. Über die Empfehlung der Verhandlungskommission soll am 17. Januar die Große Tarifkommission entscheiden. Arbeitskampfmaßnahmen seien dann frühestens Anfang Februar möglich, sagte der Verhandlungsführer der IG BCE, Michael Winkler, der dpa am Freitag.

Alle bisherigen RWE -Angebote liegen nach einer internen Unterlage der Gewerkschaften unterhalb der Inflationsrate. Die Beschäftigten müssten demnach Reallohnkürzungen hinnehmen. Römer beklagte, dass die Mitarbeiter nicht an den "sprudelnden Gewinnen des Unternehmens beteiligt werden".

Sollte die Tarifkommission Mitte Januar für den Arbeitskampf stimmen, würde nur wenige Wochen nach Amtsantritt des neuen RWE -Chefs Jürgen Großmann der erste Streik in der Geschichte des Konzerns drohen. Der zurzeit geltende RWE -Haustarif läuft am 1. Januar aus.

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