Tarifvertrag läuft aus
Betriebsrat von VW lenkt ein

Wenige Wochen vor Beginn der Tarifverhandlungen bei VW hat Betriebsratschef Klaus Volkert Kompromissbereitschaft signalisiert. „Für mich hat die Sicherheit der Arbeitsplätze eine höhere Wertigkeit als 1,5 Prozent mehr Lohn“, sagte er der Branchenzeitung „Automobilwoche“.

hz FRANKFURT/M. Der Tarifvertrag beim Wolfsburger Autokonzern läuft im September aus. Der niedersächsische IG-Metall-Bezirkschef Hartmut Meine lehnt eine Anwendung des Sparpakets von Daimler-Chrysler auf Volkswagen allerdings ab. VW-Personalchef Peter Hartz geht mit einem umfangreichen Forderungskatalog in die Gespräche und will die Personalkosten mittelfristig um 30 Prozent senken.

Die Autobranche steht damit vor einem heißen Herbst. Neben VW verhandelt auch der Konkurrent Opel über die Zukunft der deutschen Standorte. Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz macht einen neuen Standortvertrag jedoch von einer neuerlichen Beschäftigungsgarantie abhängig. Im Gegensatz zu Daimler schließt das Opel- Management aber bislang eine Jobzusage aus. Daimler hatte sich auf Einsparungen im Volumen von 500 Mill. Euro geeinigt.

Die Branchenflaute erhöht den Druck auf die Hersteller, ihre Kosten zu reduzieren. Entwarnung ist nicht in Sicht: Der steigende Ölpreis verhagelte im Juli das Geschäft in Westeuropa und ließ den Absatz um fünf Prozent einbrechen.

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