Industrie
Tarkett soll vom Kurszettel verschwinden

Der Großaktionär des Bodenbelagsherstellers Tarkett will das pfälzische Unternehmen von der Börse nehmen und die Kleinaktionäre zwangsweise abfinden.

HB FRANKENTHAL. Die französische Tarkett SA halte inzwischen 97,15 Prozent der Aktien der Tarkett AG, teilte das Unternehmen am Montag in Frankenthal mit. Der Hauptaktionär, hinter dem zwei Banken und eine Familie stehen, habe beantragt, die übrigen Aktionäre nach der Hauptversammlung am 20. Juni abzufinden (Squeeze-Out) und damit aus dem Unternehmen zu drängen. Tarkett SA wolle ihnen in etwa den durchschnittlichen Tarkett-Kurs der vergangenen drei Monate bieten, der bei 16,17 Euro gelegen habe.

Am Montag schlossen Tarkett-Aktien im Frankfurter Parketthandel bei 17,05 Euro. Der endgültige Abfindungsbetrag soll nach einer Unternehmensbewertung durch Wirtschaftsprüfer festgelegt werden. Aktionäre haben das Recht, die restlichen Anteilseigner einer Gesellschaft zwangsweise abzufinden, wenn sie mehr als 95 Prozent der Aktien halten.

Tarkett hatte 2003 rund 1,4 Milliarden Euro umgesetzt, litt zuletzt aber unter steigenden Kosten für Rohmaterial und einem verschärften Wettbewerb.

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