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26.03.2008 

Nach guten Erfahrungen mit der Übernahme von Corus durch Tata hatten sich die britischen Gewerkschaften früh für die Inder als neue Besitzer der beiden Automarken ausgesprochen. "Das sind wirklich gute Nachrichten für die britische Autoindustrie und die Beschäftigten und Zulieferer von Jaguar und Land Rover", sagte Roger Maddison, der beim Gewerkschaftsbund Unite für die Autobranche zuständig ist. Tata habe schriftliche Garantien für die fünf Werke abgegeben, was die Beschäftigtenzahlen und Arbeitsverträge anbelange. Bei Jaguar und Land Rover arbeiten 16 000 Menschen. Ford wird außerdem 600 Mill. Dollar in die Pensionskassen einschießen, sobald der Verkauf abgeschlossen ist.

Branchenexperten teilen den Optimismus der Beschäftigten nicht so recht. Jaguar in die Gewinnzone zu führen, sei eine große Herausforderung für Tata, warnen Analysten. Die aktuelle wirtschaftliche Abkühlung in den USA und Großbritannien werde den Absatz von Jaguar und Land Rover schwer belasten. Die Aktie von Tata Motors rutschte am Mittwoch um vier Prozent ab. Finanzchef C. Ramakrishnan kündigte den Verkauf von Beteiligungen an, um den Deal zu finanzieren.

Ratingagenturen drohen, Tatas Anleihen herabstufen. "Ich sehe nicht, wie die zwei Firmen zusammenpassen sollen", sagt Fondsmanager Thiyaga Rajan von Aquarius. Konzernchef Ratan Tata will Tata Motors als Nischenanbieter etablieren - seine Ambition ist es nicht, ein Global Player der Branche zu werden.

Ford spült der Deal Geld für die Sanierung des US-Geschäfts in die Kasse. Vorstandschef Alan Mulally will das kriselnde Unternehmen auf seine Kernmarke konzentrieren. Der Konzern steckt in der tiefsten Krise seiner über 100-jährigen Geschichte und musste 2006 einen Verlust von fast 13 Mrd. Dollar hinnehmen. Erst 2009 will Mulally wieder schwarze Zahlen schreiben. Der frühere Boeing -Manager fährt einen radikalen Sanierungskurs: Er hat angekündigt, bis 2012 in Nordamerika 16 Fabriken zu schließen und rund 45 000 Stellen zu streichen.

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