Tausende Menschen in Deutschland betroffen
Medtronic setzt Verkauf von Herzimplantat aus

Das US-Medizintechnikunternehmen Medtronic hat nach mehreren Todesfällen den Verkauf von Herzimplantaten der Serie „Sprint Fidelis“ gestoppt. Nach Angaben des Unternehmens könnte es für den Tod von mehreren Patienten mitverantwortlich sein.

HB NEW YORK. Die Elektroden, die das Herz mit einem Defilibrator verbinden, könnten brechen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Dies habe möglicherweise dazu beigetragen, dass fünf Patienten gestorben seien. Die US-Gesundheitsbehörde FDA plane eine Stellungnahme zu dem Vorfall, die möglicherweise noch am Montag veröffentlicht werde.

Das Unternehmen habe Kontakt mit 13 000 Ärzten aufgenommen, um über das weitere Vorgehen zu beraten, sagte ein Sprecher. Bisher wurden etwa 268 000 Implantate der fraglichen Serie verkauft. Medtronic empfehle jedoch nicht, alle implantierten Elektroden nun zu entfernen, sagte der Sprecher weiter.

Lebensgefahr für die Patienten bestehe nicht, betonte ein anderer Firmensprecher. Bei ihrem nächsten Arztbesuch werde lediglich die Programmierung der Elektroden geändert. In Deutschland seien die Implantate bei ungefähr 15 000 Menschen eingesetzt worden.

Medtronic arbeitet unter anderem mit dem Pharma- und Chemiekonzern Bayer im Bereich der Diabetes-Therapie zusammen.

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