Technologiekonzern
Bosch erlässt Solar-Tochter Aleo Schulden

Solarfirma Aleo überlebt vorerst durch eine Finanzspritze von Mutterkonzern Bosch. Über den Berg ist das brandenburgische Unternehmen deshalb aber nicht, denn das Solargeschäft wird für Bosch zunehmend zur Belastung.
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DüsseldorfDer Technologiekonzern Bosch hat seiner verlustreichen Solartochter Aleo mit einer Finanzspritze bis auf Weiteres das Überleben gesichert. Der Mutterkonzern erließ Aleo 25 Millionen Euro aus einem Darlehen und stundete weitere 50 Millionen Euro. „Damit gelingt es uns, die aktuell schwierige Phase zu überbrücken“, erklärte Aleo-Chef York zu Putlitz am Mittwoch. Die Firma leide derzeit nicht nur unter einer schwachen Nachfrage und dem Preisverfall, auch die Sanierung koste viel Geld.

Aleo konzentriert seine Produktion auf den Standort im brandenburgischen Prenzlau und schließt daher das Werk in Spanien. Zudem beendete Aleo ein Joint Venture.

Für Bosch wird das Solargeschäft zunehmend zur Belastung. Die mit Milliarden-Aufwand aufgebaute Sparte steht seit geraumer Zeit auf dem Prüfstand, da sie Verluste anhäuft und dem Konzern bereits Abschreibungen von rund einer Milliarde Euro bescherte. Bis Jahresende will der Autozulieferer und Industrieausrüster über die Zukunft des Bereichs entscheiden.

In den ersten neun Monaten verbuchte Aleo bei einem Umsatzeinbruch um 35,4 Prozent auf 222,4 Millionen Euro einen operativen Verlust (Ebit) von 51,5 Millionen Euro. Putlitz rechnet im weiteren Jahresverlauf sowohl auf dem Heimatmarkt wie auch im internationalen Geschäft wegen der teils drastischen Förderkürzungen mit einer anhaltend schwachen Nachfrage. Wie bereits angekündigt, erwartet er 2012 einen deutlich gesunkenen Konzernumsatz von rund 280 (462) Millionen Euro und ein „noch weiter verschlechtertes Konzernergebnis.“ 2011 hatte Aleo bereits einen operativen Verlust von 30,5 Millionen Euro verbucht.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Technologiekonzern: Bosch erlässt Solar-Tochter Aleo Schulden"

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  • Das Desaster hat exakt einen Namen - intern wohlbekannt. Und der wird sich trotz Milliardengrab, das er angerichte hat, wohl nicht verabschieden. Schliesslich hat er vor geraumer Zeit noch höchste Management-Weihen genossen - in den Olymp.

    Woanders wäre der längst rausgeschmissen worden.

    Nun muss es das untere Management ausbaden. Die können den Gang nach Canossa schon mal abonnieren.

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