Technologiekonzern

Bosch überlegt, Turbinensparte abzustoßen

Bosch stellt nach der Trennung von der Solarsparte das Geschäft mit Windturbinen zur Disposition. Auch eine Neustrukturierung des Windkraft-Bereichs in Eigenregie ist eine ernsthafte Möglichkeit.
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Der Technologiekonzern Bosch: Ein potenzieller Käufer der Turbinensparte ist der Zulieferer ZF Friedrichshafen. Quelle: AFP

Der Technologiekonzern Bosch: Ein potenzieller Käufer der Turbinensparte ist der Zulieferer ZF Friedrichshafen.

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StuttgartDer Technologiekonzern Bosch denkt nach der Trennung von der Solarsparte auch über einen Verkauf seines Turbinengeschäfts für die Windkraft nach. Eine Sprecherin bestätigte am Freitag Gespräche mit einem Industrieunternehmen zur Übernahme des Geschäfts für Großgetriebe bei der Bosch-Maschinenbau-Tochter Rexroth. Diese Getriebe werden vor allem in Windkraftanlagen verbaut. Die „Nürnberger Nachrichten“ hatten zuvor darüber berichtet.

„Wir prüfen diese Option“, sagte die Bosch-Sprecherin. Der Ausgang der Verhandlungen sei noch offen. Auch eine Neustrukturierung des Windkraft-Bereichs in Eigenregie ist dem Zeitungsbericht zufolge eine ernsthafte Möglichkeit. Die Mitarbeiter seien bereits Anfang der Woche über die Pläne informiert worden.

In dem Geschäftsbereich arbeiteten etwa 1500 Beschäftigte im nordrhein-westfälischen Witten, Peking und an einem Servicestandort in Lake Zurich im US-Bundesstaat Illinois. Wie viele von ihnen von einem Verkauf betroffen wären, sei noch nicht klar, hieß es.

Wie es in dem Artikel weiter heißt, ist ein potenzieller Käufer der Zulieferer ZF Friedrichshafen. Ein ZF-Sprecher wollte dies am Freitag nicht kommentieren. Man halte immer Ausschau nach interessanten Erweiterungsmöglichkeiten. Bosch und ZF arbeiten bereits in verschiedenen Kooperationen zusammen, unter anderem im Joint Venture ZF Lenksysteme.

  • dpa
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