
FrankfurtDer Technologiekonzern Siemens will sein Diagnostik-Geschäft mit zwei Partnerschaften verstärken. Dabei geht es um die Entwicklung von Tests, mit denen Ärzte genau die Patientengruppen herausfiltern, die von einem Medikament am besten profitieren können. In Zusammenarbeit mit der 2009 von Pfizer und GlaxoSmithKline gegründeten britischen Firma ViiV Healthcare sollen begleitende Tests für neue Aids-Medikamente entstehen, wie Siemens am Dienstag mitteilte.
In der Kooperation mit der kalifornischen Firma Tocagen geht es um Tests für ein neues Medikament zur Behandlung von bösartigen Hirntumoren. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht genannt.
Die Entwicklung von Medikamenten, die speziell auf bestimmte Patientengruppen zugeschnitten sind, gehört zum noch jungen Gebiet der personalisierten Medizin. So kann beispielsweise bei manchen Krankheiten mit Hilfe von Gentests bestimmt werden, ob eine Behandlung wirkt oder nicht. Krebserkrankungen zählen dazu, aber auch Virus- und Autoimmunerkrankungen gelten als Kandidaten für solche maßgeschneiderten Präparate.
Eine feine Sache. Siemens sollte sich aber frühzeitig um Krankenkassen bemühen, die auch die Kosten dafür übernehmen werden. Unter unseren gesetzlichen deutschen Krankenkassen wird man keine finden, die zahlen lieber für Homöopathie und ähnliche Quacksalbereien, ganz einfach, weil's billiger ist. Der Nutzen für den Patienten spielt keine so große Rolle.
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