Technologiekonzern
Wulff setzt auf Conti-Schaeffler

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) unterstützt die Pläne für eine Integration der angeschlagenen Schaeffler-Gruppe in den Conti-Konzern. „Ich setze auf einen Technologiekonzern Conti-Schaeffler als zweitgrößtem Automobilzulieferer nach Bosch", sagte Wulff dem Handelsblatt.

BERLIN. Nach Ansicht Wulffs wäre ein solcher Konzern international gut aufgestellt. „Hochwertigstes von Schaeffler und Conti ist beinahe in jedes Auto eingebaut. Der Vorteil der Conti AG ist die exzellente Aufstellung für Roadshows und ihre Kapitalmarktfähigkeit. Conti-Schaeffler als AG würde wieder in den Dax aufsteigen, das beflügelt die Fantasie der Anleger. Am Mittwoch ist die Conti-Aktie nach Meldungen über diesen Plan um 18 Prozent gestiegen“, sagte Niedersachsens Regierungschef.

„Allein die Forderung von Vorstand Karl-Thomas Neumann auf der Hauptversammlung, innerhalb von 100 Tagen ein Konzept zu präsentieren, hat die Aktie von 13,5 auf über 20 Euro gebracht. Das gibt die Chance, den Kurs wieder auf mindestens 50 oder 60 Euro zu bringen, wenn der Integrationsprozess mit der Reifen-, der Automotive- und der Industriesparte voranschreitet“, sagte Wulff.

Er begleite diese Pläne in engem Kontakt mit den anderen Ministerpräsidenten der betroffenen Bundesländer, sagte Wulff. „Roland Koch, Horst Seehofer, Peter Müller und ich stehen in engem Kontakt, weil wir möglichst viele Arbeitsplätze in unseren Bundesländern erhalten wollen. Der Vorstandsvorsitzende der Commerzbank Martin Blessing und die Unternehmensberatung Roland Berger leisten offenkundig gute Arbeit“, sagte Wulff.

Niedersachsens Regierungschef fand auch lobende Worte für Schaeffler-Inhaberin Maria-Elisabeth Schaeffler. „Ich habe aber auch ein sehr gutes Verhältnis zu Maria-Elisabeth Schaeffler, die große Verdienste um unser Land hat, die Verantwortung wahrgenommen hat, in Deutschland investiert hat“, so Wulff. „Mir hat manches nicht gefallen, wie mit ihr umgegangen wurde. Seit dem Einstieg bei Conti ist sie eine niedersächsische Investorin, der ich mich verpflichtet fühle."

Das Interview in voller Länge finden Sie am Freitag auf Handelsblatt.com.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%