Teilkonzern wird umgebaut
Bayer stößt Pflanzenschutz-Mittel ab

Am Dienstag hatte Bayer bekannt gegeben, seine Pflanzenschutz-Sparte umbauen zu wollen. Dabei fallen in den kommenden Jahren hunderte Arbeitsplätze weg. Erste Veränderungen hat das Unternehmen nun am Mittwoch vollzogen. Drei Pflanzenschutz-Mittel werden verkauft.

HB FRANKFURT. Die indische Agrar- und Spezialchemiefirma United Phosphorus (UPL) habe die Rechte, Rezepte, Marken und Lagerbestände von Pflanzenschutz-Wirkstoffen im Wert von 43,5 Mill. Euro gekauft, teilten die beiden Unternehmen am Mittwoch mit. Produktionsstätten und Arbeitsplätze würden von den Indern aber nicht übernommen. Die Bayer-Pflanzenschutztochter Crop Science erhalte im Gegenzug Vertriebsrechte für nicht landwirtschaftliche Anwendungen in einigen Märkten.

Konkret handelt es sich um den Wirkstoff Asulam zur Bekämpfung von Unkraut, den Bayer unter den Markennamen Asulox und Asilan vertreibt, sowie um zwei Wirkstoffe zur Bekämpfung von Insekten. United Phosphorus ist den Angaben zufolge das größte Pflanzenschutzunternehmen Indiens und einer der fünf bedeutendsten Anbieter von Nachahmerprodukten in dieser Branche.

Bayer will sich im Pflanzenschutzgeschäft stärker auf neue Produkte konzentrieren, von denen sich der Konzern höhere Erträge verspricht. Von älteren Produkten will sich Bayer trennen. Zwischen 2000 und 2005 brachte Bayer Crop Science 16 neue Wirkstoffe auf den Markt. Weitere 10 neue Wirkstoffe sollen zwischen 2006 und 2011 folgen. Zusammen traut der Konzern seinen neuen Produkten ein Umsatzvolumen von 2 Mrd. Euro zu.

Zuletzt hatte das Pflanzenschutzgeschäft unter schwierigen Bedingungen auf einigen Märkten wie etwa Brasilien gelitten. Bayer hatte deshalb am Dienstag ein neues Sparprogramm angekündigt, dass den Abbau von weltweit 1 500 Stellen vorsieht; auch sollen Standorte geschlossen werden. Nach der Übernahme des Berliner Konkurrenten Schering hatte Bayer bereits angekündigt, rund 6 000 Stellen zu streichen. Bayer beschäftigte im Teilkonzern Crop Science Ende März rund 18 500 Mitarbeiter.

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