Telekom scheitert bei Netzagentur
Wechsel der Telefongesellschaft dürfte billiger werden

Die Deutsche Telekom ist bei der Bundesnetzagentur erneut mit einem Antrag auf Gebührenerhöhung gescheitert. Stattdessen erhält sie ab dem 1. Juli weniger Geld für die Umschaltung der so genannten Teilnehmeranschlussleitung (TAL) zu einem Konkurrenten.

HB DÜSSELDORF. Die Regulierungsbehörde senkt die einmaligen Entgelte, die die Telekom von den Konkurrenten für das Schalten von Anschlüssen oder bei Kündigung und Wechsel von Kunden verlangen darf, wie die Behörde am Freitag in Bonn mitteilte.

Das Entgelt für die einfache Bereitstellung sinkt demnach zum 1. Juli auf 36,19 Euro von 43,10 Euro. Das Kündigungsentgelt beträgt 5,21 statt 5,80 Euro, wenn der Kunde zur Telekom zurückkehrt oder zu einem anderen Wettbewerber wechselt. Wenn der Kunde seinen Festnetzanschluss ganz aufgibt, muss der Telekom-Konkurrent 20,93 statt bislang 29,10 Euro zahlen. Die Einmalentgelte haben Einfluss auf die Endkundenpreise der Wettbewerber. Auch die monatliche Miete für die alleinige Nutzung der Datenleitung für schnelle Internetanschlüsse (Line-Sharing) wird günstiger. Sie sinkt auf 1,91 von 2,31 Euro.

Erst Ende März war die Telekom mit einem Antrag auf Gebührenerhöhung gescheitert. Die Netzagentur hatte die monatlichen Nutzungsentgelte für die Telekom-Anschlussleitungen auf 10,50 von 10,65 Euro gesenkt. Ende 2006 hatte die Telekom 4,7 Mill. Anschlussleitungen an Konkurrenten vermietet.

Der Konkurrenzverband Breko sprach von einem Teilerfolg bei den neuen Entgelten für die letzte Meile. „Unsere Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt, aber das Signal ist sehr erfreulich“, sagte Geschäftsführer Rainer Lüddemann. Doch gegenüber DSL-Wiederverkäufern, die entsprechende Leistungen bei der Telekom mit Rabatt einkaufen, sehe sich der Breko nach wie vor benachteiligt. „Wie bezweifeln, ob die aktuelle Entscheidung ausreicht, um unsere massive Benachteiligung gegenüber DSL-Resellern auszugleichen“, sagte Lüddemann.

Auch der Verband VATM begrüßte die Entscheidung. Die Preise reduzierten sich in den wichtigsten Fällen um zehn bis 20 Prozent, teilte der VATM mit. Für den Wettberb sei dies ein wichtiger Impuls, auch wenn die Einmalentgelte im europäischen Vergleich noch um bis zu 50 Prozent über dem Durchschnitt lägen.

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