Telekommunikation
Telekom Austria in roten Zahlen

Ein massiver Personalabbau hat Telekom Austria in die roten Zahlen gedrückt - da konnten auch Zuwächse beim Umsatz nichts mehr ausrichten. Was Telekom Austria aber nicht davon abhielt, die Prognose beizubehalten.

HB WIEN. Massive Rückstellungen für den Personalabbau im Festnetzbereich haben der Telekom Austria im vierten Quartal einen Verlust beschert. Zwar kletterte der Umsatz auf 1,31 (Vorjahr: 1,29) Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte. Aber beim operativen Ergebnis (Ebitda) ergab sich ein Fehlbetrag von 212 Millionen Euro nach einem Gewinn von 391 Millionen vor Jahresfrist. Unter dem Strich stand gar ein Verlust von knapp 438 Millionen Euro in den Büchern, weil die Telekom Austria 632 Millionen Euro für den Stellenabbau in die Bilanz eingestellt hatte.

Der Konzern schickt 1250 Mitarbeiter bezahlt nach Hause, weil sie nicht mehr gebraucht, aber auch nicht gekündigt werden können. Der Festnetzbereich ist seit Jahren rückläufig, denn die Menschen telefonieren mehr und mehr mit ihren Handys. Der Stellenabbau wird daher auch nach 2009 weitergehen.

Entsprechend stark präsentierte sich aber das Mobilfunk-Geschäft der Telekom Austria. In diesem Bereich hat der Konzern 2,4 Millionen neue Kunden gewonnen. Inzwischen telefonieren 17,8 Millionen Menschen in Österreich, auf dem Balkan und in Weißrussland im Netz der Telekom Austria.

Für 2008 wies der Konzern unter dem Strich einen Verlust von 48,8 Millionen Euro aus nach einem Gewinn von 493 Millionen Euro im Vorjahr. Die Dividende soll dennoch stabil bleiben bei 75 Cent je Aktie, wie das Unternehmen mitteilte. Vor Steuern entspricht das zum derzeitigen Kurs von 9,50 Euro einer Dividendenrendite von knapp acht Prozent. Die Telekom Austria bestätigte zudem ihre Prognose: Der Umsatz soll 2009 bei 5,1 Milliarden Euro liegen, beim Ebitda werden rund 1,9 Milliarden Euro angepeilt.

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